Zwei unreife Chaoten als "Vorbilder - Role Models"

Zwei unreife Chaoten als "Vorbilder - Role Models"

Von Britta Plötner

Der oberflächliche Wheeler (Sunnyboy Seann William Scott, der Stifler aus „American Pie“) liebt das Leben, seinen Job, und er ist ein absoluter Weiberheld. Sein bester Freund Danny (Paul Rudd) dagegen befindet sich mit 35 Jahren bereits in der Midlifecrisis. Obwohl er eine tolle Freundin hat, hasst er sein Leben. Zwei Freunde, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Das einzige, was die beiden gemeinsam haben, ist ihr Job als Energy-Drink-Promoter. An Vorstadt-Schulen versuchen Wheeler, der in einem total bescheuert aussehenden Stier-Kostüm herumhüpfen muss, und Danny den jungen Leuten das giftgrüne Zeug namens Minotaurus schmackhaft zu machen.

Für den unreifen Wheeler ist das „der beste Job der Welt“, doch Anzugträger Danny hat die Nase voll und ist total frustriert. Zu allem Überfluss macht auch noch seine Freundin Beth (Elizabeth Banks) mit ihm Schluss, und es kommt zur Kurzschlusshandlung. Danny betrinkt sich, begeht gemeinsam mit Wheeler Fahrerflucht, und die beiden großen Jungs landen vor dem Kadi.

Gott sei Dank legt Dannys Exfreundin, die Anwältin ist, bei Gericht ein gutes Wort für die beiden Chaoten ein. Statt 30 Tage in den Knast zu gehen, können die Freunde 150 Stunden als Mentoren für schwererziehbare Kinder ableisten. Wheeler und Danny entscheiden sich für den Sozialen Dienst. Ein fataler Fehler, denn die beiden Kids, die es zu betreuen gilt, sind wirklich schwere Fälle.

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Zwei unreife Chaoten als "Vorbilder - Role Models"

Wheeler muss sich um den 10-jährigen Danny (Bobb’e J. Thomson) kümmern, ein freches frühreifes Bürschchen mit losem Mundwerk. Auch Danny trifft es nicht viel besser, denn Teenager Augie (Christopher Mintz-Plasse) lebt in seiner eigenen Welt. Der 16-Jährige rennt den ganzen Tag mit Umhang und Plastikschwert herum und geht ganz in mittelalterlichen Rollenspielen auf.

Nicht gerade die perfekte Aufgabe also für zwei Kerle, die selbst noch nicht richtig erwachsen sind. Nach anfänglichen Schwierigkeiten lassen sich Wheeler und Danny allerdings auf die Jungs ein und lernen durch sie, die Welt mit anderen Augen zu sehen.

Ursprünglich sollte dieser Film ein Drama werden - gut, dass sich Regisseur David Wain der Sache angenommen und aus der Story eine Komödie gemacht hat. Dabei geholfen hat ihm Schauspieler Paul Rudd. Der große Coup ist den beiden mit ‚Role Models’ zwar nicht gelungen, aber die beiden Hauptdarsteller machen einen guten Job, und es gibt einiges zu lachen. Die hübsche Elizabeth Banks kann als Anwältin Beth ebenfalls überzeugen. Die Größten in dem Streifen sind allerdings die Kleinen: Mini-Murphy Bobb’e J. Thomson ist gerade mal zwölf Jahre und hat mächtig viel Talent. Und auch Christopher Mintz-Plasse wird sicher in Zukunft noch von sich hören machen. Fazit: Eine nette Komödie über Verantwortung, Liebe und Freundschaft, die man sich gut ansehen kann – aber nicht unbedingt muss.

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