Zum 160. Geburtstag von Sigmund Freud: Diese Filme gibt es über sein Lebenswerk

Sigmund Freud: Nicht nur Google ehrt ihn
Sigmund Freud gilt als einer der größten Denker des 20. Jahrhunderts © Ferdinand Schmutzer

Mit Sigmund Freud (1856-1939) hätte am 6. Mai einer der größten Denker des 20. Jahrhunderts seinen 160. Geburtstag gefeiert. Google ehrte den Vater der Psychoanalyse deshalb mit einem Doodle. Doch auch die Filmindustrie hat sich immer wieder mit Leben und Werk Freuds beschäftigt. Dabei war Freud zu Lebzeiten der damals jungen Filmkunst gegenüber eher skeptisch eingestellt - er selbst war äußerst kamerascheu, und er hielt das Kino nicht für ein geeignetes Medium, um sich mit der Psychoanalyse zu beschäftigen. Einige Filmemacher haben sich dennoch an sein Leben und Werk gewagt:

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Zum 160. Geburtstag

 

"Freud" (1962)

 

Der erste große Film über das Leben Freuds konzentriert sich auf die Jahre 1885 bis 1890, in denen er seine psychoanalytische Methode entdeckte. Das ursprüngliche Drehbuch stammte von Jean-Paul Sartre, der sich jedoch mit Regisseur John Huston zerstritt und aus dem Projekt zurückzog. Freud wurde von Montgomery Clift gespielt. Die junge Patientin, an der Freud seine Theorien entwickelte, wollte Huston ursprünglich mit Marilyn Monroe besetzen, doch die lehnte ab - auf Anraten ihres eigenen Psychiaters. Der Hollywood-Star starb im selben Jahr, in dem der Film erschien.

 

"Berggasse 19" (1979)

 

Diese Verfilmung eines Theaterstücks von Regisseur Ernst Haeusserman zeigt Freud als jungen Neurologen in seiner Praxis in der Wiener Berggasse 19, und wie er diese 50 Jahre später auf der Flucht vor den Nazis verlassen muss. Sowohl der junge wie auch der alte Freud werden von dem damals 63-jährigen Curd Jürgens gespielt, für den "Berggasse 19" eine der letzten Hauptrollen am Theater war.

 

"The Century of the Self" (2002)

 

In dieser preisgekrönten Doku-Serie beschäftigt sich der britische Filmemacher Adam Curtis damit, wie Freuds Theorien in Politik, Propaganda und Werbung eingesetzt wurden und werden. Die Reihe handelt unter anderem von Freuds Neffen Edward Bernays, der als erster die Techniken seines Onkels in der PR einsetzte.

 

"Sigmund Freud - Auf den Spuren des berühmten Psychoanalytikers" (2006)

 

Die zum 150. Geburtstag Freuds veröffentlichte Dokumentation von Koschka Hetzer-Molden kann mit einigen großen Namen glänzen. Neben verschiedenen Forschern und Experten berichten auch die Filmemacher Woody Allen und Bernardo Bertolucci sowie Schriftsteller Louis Begley von ihren Erfahrungen mit der Psychoanalyse. Autorin Elfriede Jelinek zeigt sich dagegen Freuds Theorien gegenüber eher kritisch, würdigt aber trotzdem seine Leistungen.

 

"Eine dunkle Begierde" (2011)

 

Regisseur David Cronenberg widmet sich in seinem Spielfilm dem Verhältnis zwischen Freud und einem weiteren Vorreiter der Psychiatrie, Carl Gustav Jung. Jung bewundert Freud zunächst, später überwerfen sich die beiden jedoch wegen unterschiedlicher wissenschaftlicher Auffassungen und Jungs Affäre mit seiner Patientin Sabina. Im Mittelpunkt steht dabei Jung, der von Michael Fassbender gespielt wird. Freud wird von Viggo Mortensen dargestellt, Sabina von Keira Knightley.

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