Zucchero im exklusiven Interview

Zucchero ist Kuba-Fan
Mit "Senza Una Donna (Without A Woman)" landete Zucchero Anfang der 90er-Jahre zusammen mit Paul Young einen Megahit.

"Der neue Papst gefällt mir"

Wie hast du denn die Papstwahl kürzlich erlebt?

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Zucchero: Klar habe ich die Sache verfolgt. Und ich respektiere den Glauben eines jeden und ich respektiere vor allem die Armenpriester. Was mir nicht gefällt, ist diese Kirchenmacht, die politische Macht. Diese scheußlichen Kardinäle, die bräuchte man nicht. Die Kirchen sind voller Gold und Prunk. Ich wär froh, wenn der Vatikan aus Italien weg wäre. Ihr in Deutschland könnt ihn von mir aus gern haben. Der neue Papst macht aber einen guten Eindruck auf mich, so wie er von Armut, Barmherzigkeit und Demut spricht. Er gefällt mir - bisher zumindest.

Den Namen „Zucchero“ hat dir damals deine Grundschullehrerin gegeben. Bist du ihr eigentlich noch mal begegnet?

Zucchero: Ja, ich habe sie vor drei Jahren mal getroffen. Sie müsste jetzt 72 sein. Ich habe ihr meine Biografie gegeben. In einem Interview hat sie später erzählt, dass ich als Kind immer sehr brav und lieb gewesen sei. Nachdem sie mein Buch gelesen hat, hat sie mir jedoch dazu geraten, mehr für meine Bildung zu tun. (lacht)

Du machst seit mehr als 40 Jahren Musik. Was ist das Geheimnis deines Erfolges?

Zucchero: Ich mache Musik seit ich 9 Jahre alt bin. Die Musik ist mein Leben. Ich habe mich immer bemüht, mit guten Musikern zusammenzuarbeiten. Wenn ich ein Album aufnehme reicht es mir nicht, wenn zwei gute Lieder drauf sind, das ganze Album muss von Anfang bis Ende gut sein, sozusagen wie ein gutes Lied. Ich habe immer den Anspruch gehabt, dass das nächste Album das Beste werden muss. Ich durfte schon mit den weltweit besten Künstlern Konzerte geben, und ich versuche bei jedem Auftritt auch mein Bestes zu geben.

Du wirst im kommenden Jahr 60. Aber an Rente scheinst du demnach noch nicht zu denken …

Zucchero: Nein, wieso auch. Ich habe noch viel Spaß daran. Die Musik hält mich jung. Es gibt zwei gute Gründe Musiker zu werden: Der eine ist, man kann Musik machen. Der andere ist, man kann viele Frauen haben.

Vielen Dank für das Interview!

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