Zoll erwischt Kahn: 125.000 Euro Strafe

Oliver Kahn bekam eine dicke Geldstrafe aufgebrummt.
Oliver Kahn bekam eine dicke Geldstrafe aufgebrummt. © dpa, Walter Bieri

Auch Spitzenverdiener wie Oliver Kahn versuchen offensichtlich an allen Ecken und Enden zu sparen. Der ehemalige Nationaltorwart versuchte dies auf illegalem Wege und bekommt nun die Quittung. Weil Kahn bei seiner Rückkehr aus Dubai im Februar vergangenen Jahres sich mit neuen Luxusklamotten nicht beim Zoll meldete, hat ein Gericht ihn zu einer Mega-Geldstrafe verurteilt. Der 41-Jährige muss 50 Tagessätze a 2.500 Euro und damit insgesamt 125.000 Euro blechen. Das berichtet die 'tz'.

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Der Vorwurf des Flughafenzolls bestand darin, dass Kahn sich nicht an die auf den Hinweistafeln angesprochene Aufforderung gehalten habe, den "roten Ausgang" zu nutzen und dort anmeldepflichtige Waren zu melden. Als er bei einer routinemäßigen Zollkontrolle danach gefragt wurde, ob er Waren auf seiner Reise erworben habe, verneinte Kahn. Insgesamt hätte Kahn damit rund 2.100 Euro Steuern gespart.

Immerhin konnte Kahn das Strafmaß mildern: Ursprünglich sollte im Strafbefehl eine Strafe von 350.000 Euro verhängt werden. Offenbar waren die Strafverfolger bei der Festsetzung der Strafe von einem noch aktiven Bayern-Torhüter mit entsprechendem Gehalt ausgegangen. Bezüglich der Höhe der Geldstrafe hatte Kahn jedoch erfolgreich Einspruch eingelegt.

Diese Klamotten führte Kahn mit sich

Am 22. Februar 2010 war Kahn nach Ermittlungen des Zolls am Münchner Flughafen aus Dubai kommend ins "Zollgebiet der Europäischen Gemeinschaft eingereist". Zusätzlich zu der ihm zustehenden Reisefreimenge habe Kahn diverse einfuhrabgabenpflichtige Kleidungsstücke und Accessoires mit sich geführt. Die Klamotten sollen einen Gesamtwert von 6.687,90 Euro gehabt haben. Darunter waren sieben Poloshirts, zehn T-Shirts, acht Pullover, neun Hemden, fünf Hosen, zwei Sakkos, eine Lederjacke und zwei Paar Manschettenknöpfe. Auch die Marken hat der Zoll aufgelistet: Adidas, Burberry, Dolce & Gabbana, Emporio Armani und Ermenegildo Zegna.

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