Zehn Jahre nach der Flucht: Das verrät Natascha Kampusch im TV

Zehn Jahre nach der Flucht: Das verrät Natascha Kampusch im TV
Natascha Kampusch bei einem Auftritt 2013 © imago/Sven Simon

Am 18. Juli läuft in ORF 2 "Natascha Kampusch - ihr Leben 10 Jahre nach der Flucht" (21.05 Uhr): Darin zeigt Christoph Feurstein die heute 28-Jährige "auf ihrem Weg in ein normales Leben". Der österreichische Journalist und Fernsehmoderator hat Kampusch auch an den Ort ihrer Gefangenschaft begleitet, in das Haus von Wolfgang Priklopil, wie der Sender mitteilte. Einmal in zwei Monaten komme Kampusch hierher, "um nach dem Rechten zu sehen", heißt es weiter. Das Haus wurde ihr als Entschädigung für das Erlittene zugesprochen.

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"Wenig Essen, wenig Kleidung"

Achteinhalb Jahre nach der Entführung durch Priklopil war Kampusch am 23. August 2006 die Flucht gelungen. "Er hat Adolf Hitler bewundert und wollte, dass es mir so geht wie den Nazi-Opfern. Er hat mir wenig zu essen gegeben, wenig Kleidung, hat mich gedemütigt, schwere Arbeiten verrichten lassen und mir eine Glatze geschoren", erzählt Kampusch laut ORF-Vorankündigung in dem "Thema Spezial"-Interview. Kampusch war zehn Jahre alt, als Priklopil sie 1998 auf dem Schulweg entführt hatte.


"Ein Gefängnis der Urteile"

"So richtig frei war ich in den vergangenen zehn Jahren nur in wenigen Momenten. Es war auch ein Gefängnis, in das ich zurückgekehrt bin. Ein Gefängnis der Urteile und Verurteilungen", wird Kampusch weiter zitiert. Aber sie geht ihren Weg: Sie will die Matura nachholen, nimmt Gesangsunterricht und Reitstunden. "Jetzt beginnt erst die Phase, wo ich wirklich versuche, mein Leben selbst in die Hand zu nehmen und mich zu entfalten", sagt die 28-Jährige.


Im August erscheint zudem das Buch "10 Jahre Freiheit" von Natascha Kampusch. Darin schreibt sie, wie es ihr nach ihrer Selbstbefreiung ergangen war, wie sie immer wieder dazu gezwungen wurde, "in ihre dunkle Vergangenheit einzutauchen" und wie schwer sie es hatte, ihre Rolle zu finden.



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