Zehn Dinge, die Sie noch nicht über Queen Elizabeth II. wussten

Zehn Dinge, die Sie noch nicht über Queen Elizabeth II. wussten
Queen Elizabeth II. trägt am liebsten leuchtende Farben und große Hüte, um aus der Menge herauszustechen © ddp images

Deutschland ist im Royal-Fieber: Am Dienstag kommt Queen Elizabeth II. (89) für einen dreitägigen Besuch in die Bundesrepublik. Doch Elizabeth Alexandra Mary ist nicht nur irgendein Staatsoberhaupt. Denn die Britin hat gute Gründe, warum sie es zur dienstältesten Monarchin der Welt geschafft hat - zehn interessante Dinge, die Sie noch nicht über Queen Elizabeth II. wussten:

Royal-Fieber in Deutschland

 

Von Lilibet zum Würstchen

 

Ebenso wie ihre neugeborene Urenkelin Charlotte Elizabeth Diana wurde auch Queen Elizabeth II. mit drei Vornamen getauft: Ihr Rufname Elizabeth bezieht sich auf ihre Mutter, ihr zweiter Name Alexandra auf ihre Urgroßmutter Alexandra von Dänemark und Mary geht zurück auf ihre beiden Tanten Maria Viktoria, Countess of Harewood, und Lady Mary Elphistone. Als kleines Mädchen wurde die zukünftige Königin mit dem Spitznamen "Lilibet" gerufen, allerdings nur von ihren engsten Vertrauten. Ihr Ehegatte Prinz Philip (94) hingegen hat die Angewohnheit, seine Frau sehr unköniglich als "Sausage" - auf Deutsch: Würstchen - zu bezeichnen.

 

Prinz Philip ist ihre Jugendliebe

 

Von wegen arrangierte Ehe: Queen Elizabeth hat ihren Prinzen aus Liebe geheiratet. Bereits im zarten Alter von 13 Jahren soll sie sich in den damals 18-jährigen Prinz Philip von Griechenland und Dänemark verliebt haben. Nach ihrem Kennenlernen 1939 sollen die beiden angefangen haben, sich Briefe zu schreiben - die nicht unumstrittene Verlobung wurde schließlich am 9. Juli 1947 bekannt gegeben. Queen Elizabeth II. und der heutige Herzog von Edinburgh teilen nicht nur ihren Sinn für Humor, sondern auch die Verwandtschaft: Königin Victoria ist die gemeinsame Ururgroßmutter der beiden.

 

Von der Pfadfinderin zur Queen

 

Nicht nur ihre große Liebe zu ihrem Ehemann entstammt schon ihrer Jugendzeit, auch ihre Liebe zu Natur und Tier wurde damals gefestigt: Als Kind war Elizabeth Alexandra Mary bei den Pfadfinderinnen. Die Gruppe, in der sie involviert war, wurde extra für die kleine Prinzessin gegründet und sollte ihr den Kontakt zu anderen Gleichaltrigen ermöglichen. Heute ist sie in ihrer Rolle als Königin von England als Schirmherrin von über 600 wohltätigen und ehrenamtlichen Organisationen aktiv.

 

Sie kennt sich mit Autos aus

 

Während des zweiten Weltkrieges war sich die damals 18-jährige Thronfolgerin nicht zu schade, ihr Land Großbritannien tatkräftig zu unterstützen. Die damalige Prinzessin schloss sich dem Heimathilfsdienst "Auxiliary Territorial Service" an und packte dort mit an, wo es nötig war. In dieser Zeit absolvierte sie eine Ausbildung zur LKW-Fahrerin und Automechanikerin. Gestärkt durch diese Erfahrungen gab sie in den Nachkriegsjahren an ihrem 21. Geburtstag in einer Rundfunkansprache bekannt, ihr ganzes Leben dem Dienst an ihren Untertanen widmen zu wollen.

 

Das unvergesslichste Bond-Girl aller Zeiten

 

Im Laufe ihrer Amtszeit stellte Queen Elizabeth II. aber nicht nur ihre Fähigkeiten als Königin, sondern auch ihre Liebe zu Film und Schauspielerei unter Beweis. Im April 2013 erhielt sie bei der jährlichen Verleihung der British Acadamy Film Awards einen Ehrenpreis für ihre Unterstützung der britischen Filmindustrie und wurde während der Zeremonie als "unvergesslichstes Bond-Girl aller Zeiten" bezeichnet. Dies rührt daher, dass sie im Kurzfilm "Happy and Glorious" an der Seite von "James-Bond"-Darsteller Daniel Craig sich selbst spielte. Der Kurzfilm wurde 2012 bei der Eröffnung der Olympischen Sommerspiele gezeigt.

 

Sie ist ein Hunde- und Pferdenarr

 

Abseits ihrer Bemühungen für das britische Volk, hat die Monarchin wie bereits erwähnt ein großes Herz für Tiere. Angetan haben es Queen Elizabeth II. dabei vor allem Pferde und Hunde. Pflichtveranstaltungen in ihrem Terminkalender sind die jährlichen Besuche der Pferderennen in Ascot und Epsom. Bei Hunderassen bevorzugt die inzwischen 89-Jährige die britische Rasse Welsh Corgi Pembroke. Ihren ersten Corgi bekam sie zum 18. Geburtstag geschenkt, eine Hündin namens Susan, die zur Stammmutter fast aller königlichen Corgis wurde.

 

"It's Good To Be Queen"

 

Ob auch die Queen manchmal an ihrem zeitintensiven Beruf zweifelt? Genau wird man das wohl nie erfahren, denn Elizabeth II. gewährt den Medien nur sehr selten Einblicke in ihr Privatleben. Bei einer der wenigen Gelegenheiten anlässlich ihres 60-jährigen Thronjubiläum im Juli 2012 konnte der Sender BBC allerdings ganz besondere Impressionen aus ihren privaten Gemächern einfangen. Während der Dreharbeiten entdeckte Filmemacher und Adelsberichterstatter Robert Hardman ein rotes Dekokissen mit der Aufschrift "It's Good To Be Queen".

 

Königin der Rekorde

 

Queen Elizabeth II. ist die aktuell dienstälteste amtierende Monarchin der Welt. Doch damit nicht genug: Am 10. September 2015 wird sie den britischen Thron länger innehaben als jeder andere britische Monarch und überholt damit auch die Rekordamtszeit von ihrer Ururgroßmutter, Queen Victoria. Elizabeth ist seit über 63 Jahren im Amt. Sie gilt außerdem als das am weitesten gereiste Staatsoberhaupt der Geschichte und sorgte mit der Fernsehübertragung ihrer Krönungszeremonie für einen Boom in der damals noch jungen Branche. Die Zahl der Fernsehgeräte steigerte sich im Juli 1953 von wenigen Hunderttausend auf vier Millionen.

 

Extravaganter Modestil

 

Um auch in großen Menschenmengen besonders gut sichtbar zu sein, begann Elisabeth II. Kleider in leuchtenden Farben und ausgefallene Hüte zu tragen - ein Modestil, der sich zu ihrem Markenzeichen entwickelte. Auch heute noch trägt die 89-Jährige am liebsten ein Shiftkleid in knalligen Farben wie Pink oder Grün, passenden Mantel, Hut und Handschuhe, sowie dreireihige Perlenkette und Brosche. Um unschöne Blasen an den Füßen zu vermeiden, lässt sie neue Schuhe von einer Dienerin einlaufen.

 

Sprechende Handtaschen

 

In ihren Handtaschen bewahrt Queen Elizabeth nützliche Dinge, wie Minzbonbons, Hundekekse und Kreuzworträtsel auf. Ansonsten dient ihr das Accessoire vor allem zur Kommunikation: Sie benutzt sie, um ihre Angestellten während ihrer königlichen Verpflichtungen über ihren Gemütszustand zu informieren. Hängt die Tasche über ihrem linken, gebeugten Arm ist alles wunderbar, steht die Tasche links auf dem Boden schrillt das hofinterne SOS.

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