Xavier Naidoo wehrt sich gegen Vorwürfe

Xavier Naidoo wehrt sich gegen Vorwürfe
Xavier Naidoo © Cover Media

Xavier Naidoo (44) nahm zu der Kritik an seiner Nominierung für den Eurovision Song Contest 2016 Stellung.

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Nach Kritik an ESC-Nominierung

Damit hatte der NDR wohl nicht gerechnet: Nachdem der für den Songwettbewerb zuständige Sender gestern [19. November] bekannt gab, dass der erfolgreiche Sänger ('Dieser Weg') für Deutschland nach Stockholm fahren wird, zeigten sich die Fans des ESC enttäuscht. Kritisiert wurde unter anderem, dass die Zuschauer nicht wie in den vergangenen Jahren den Künstler auswählen durften, zudem sorgte Naidoo mit seinen politischen Aussagen in der Vergangenheit oftmals für Unverständnis.

Nachdem ihm in den sozialen Netzwerken gestern eine Nähe zu Verschwörungstheoretikern wie den rechtspopulistischen Reichsbürgern und Homophobie vorgeworfen wurde und sogar mehrere Petitionen gegen seine Teilnahme gestartet wurden, meldete sich Naidoo selbst über 'eurovision.de' zu Wort.

"Seit meinen ersten Bühnenauftritten trete ich bekanntlich öffentlich für Werte wie Freiheit, Toleranz und Liebe ein. Keiner, der mich persönlich kennt, hat mir jemals auch nur annähernd das Gegenteil vorgeworfen", versicherte er und betonte weiter: "Mir widerstrebt, mich jetzt bekennerhaft für etwas zu rechtfertigen, was ich nicht bin und was ich schon mehrfach erläutert habe. Nur soviel: Ich bin froh, in einem 'bunten' Deutschland zu leben, mit einer Vielfalt an Lebensentwürfen und Religionen, über die ich mich freue. Ich habe auch immer betont, dass ich die Auffassung der sogenannten Reichsbürger nicht teile, von denen ich mich auch öffentlich deutlich distanziert habe. Mit meinem ganzen Wesen stehe ich für ein weltoffenes und gastfreundliches Deutschland und einen respektvollen sowie friedlichen Umgang miteinander." Außerdem stehe er für Meinungsfreiheit, finde es allerdings "schade", dass Menschen, die ihn nicht kennen, schlecht über ihn reden würden.

Unterdessen bekommt Xavier Naidoo Rückenwind von der ersten deutschen ESC-Siegerin, Nicole (51, 'Ein bisschen Frieden'), ist sich sicher, er würde Deutschland würdig vertreten. "Ich mag seine Musik sehr und finde es toll, dass er als etablierter Künstler den Mut hat, sich der internationalen Konkurrenz zu stellen", sagte sie der 'Bild', während der Teilnehmer von 1998, Guildo Horn (52, 'Guildo hat euch lieb') Kritik äußerte: "Das ist so ziemlich die unkreativste Idee, von der ich je gehört habe. Xavier sollte nur dann singen, wenn wir auch die Bühnengarderobe und die Frisur bestimmen dürfen. So ein bisschen Mitspracherecht möchte ich dann doch haben."

Mitsprechen dürfen die Zuschauer immerhin bei der Songauswahl: Am 18. Februar werden in der ARD-Show 'Unser Song für Xavier' die möglichen Songs vorgestellt. 

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