Wut und Trauer nach Horror-Crash

Wut und Trauer nach Horror-Crash
© dpa, Angelika Warmuth

Hannelore Hoger: „Ich bin fassungslos und entsetzlich traurig“

Nach dem Horror-Unfall mit vier prominenten Opfern in Hamburg droht dem vermutlich berauschten Todesfahrer eine Anklage wegen fahrlässiger Tötung. Bei einer Verurteilung könnte der 38-Jährige bis zu fünf Jahre ins Gefängnis kommen, sagte der Sprecher der Hamburger Staatsanwaltschaft. Der Sozialwissenschaftler Günter Amendt ('Sexfront’), der Schauspieler Dietmar Mues ('Tatort’, 'Großstadtrevier’) und seine Ehefrau sowie die Bildhauerin Angela Kurrer waren bei dem Unfall am 12. März getötet worden. Sie war die Stiefmutter des Schauspielers und Berliner ‚Tatort’-Kommissars Dominic Raacke, wie seine Agentur bestätigte.

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Der 38-Jährige aus Hamburg-Lokstedt schwieg zu dem Unfall zunächst, wie ein Polizeisprecher sagte. Der Mann war - vermutlich unter Drogeneinfluss - mit seinem Auto bei Rot über eine Ampel gerast und hatte einen Wagen gerammt. Das Fahrzeug des Unfallverursachers überschlug sich mehrfach und schleuderte in eine Menschengruppe, die an einer Fußgängerampel wartete.

Wut und Trauer nach Horror-Crash
© dpa, Wolfgang Langenstrassen

Acht Menschen wurden leicht verletzt, darunter der Schauspieler Peter Striebeck und seine Ehefrau Ulla - sie saßen in dem gerammten Wagen. Die Staatsanwaltschaft will daher nicht nur wegen fahrlässiger Tötung gegen den Fahrer ermitteln, sondern auch wegen fahrlässiger Körperverletzung und Straßenverkehrsgefährdung.

„Ich bin fassungslos und entsetzlich traurig“, sagte Schauspielerin Hannelore Hoger, die nach eigenen Worten mit Mues und seiner Frau befreundet war, der Tageszeitung 'Die Welt’. „Es ist so bitter und so überflüssig, weil da so ein verblödeter Heini ein so furchtbares Unglück verursacht. Was macht so ein Mensch jetzt eigentlich mit so einer Schuld?“ Hoger stand mit Mues auch für die ZDF-Krimiserie 'Bella Block' vor der Kamera.

Bildquelle:dpa

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