Hollywood Blog by Jessica Mazur

Wurde Shia LaBeouf wirklich vergewaltigt oder wollte er nur wieder in die Schlagzeilen?

Wurde Shia LaBeouf wirklich vergewaltigt oder wollte er nur wieder in die Schlagzeilen?
© POOL

von Jessica Mazur

Ich weiß, ich weiß. So richtig Spaß macht es keinen, aber ich glaube, wir müssen trotzdem mal über Shia LaBeouf reden. Oder sollte ich sagen, über den wohl merkwürdigsten und in vielen Augen nervigsten Schauspieler Hollywoods. Nicht umsonst wird der Typ sogar von den amerikanischen Moderatoren im Radio offiziell nur noch „Shia LaDouche“ genannt, was sich in etwa mit „Shia der Vollpfosten“ übersetzen lässt. Nicht nett, aber auch nicht weiter verwunderlich. Denn wenn man als Promi mit Papiertüte überm Kopf über den Roten Teppich geht, wie Anfang des Jahres auf der Berlinale. Oder wenn man „Method Acting“ so ernst nimmt, dass man sich LSD einschmeißt und dann nackt Gegenstände durch die Gegend wirft. Oder wenn man Regisseuren ein Foto seines Penis' schickt, um sich für eine Rolle zu bewerben, dann darf man sich über „Weirdest Dude in Hollywood“ Schlagzeilen einfach nicht wundern.

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Auch im Moment sind die Klatschspalten dank Shia LeBeaouf wieder mal gut gefüllt. Der Schauspieler hat nämlich behauptet, vergewaltigt worden zu sein, und das Ganze schlägt hier in Hollywood gerade hohe Wellen. Laut Shia soll sich der sexuelle Missbrauch während seines bizarren Kunstprojekts „#IAMSORRY“ zugetragen haben, bei dem Shia hier in LA fünf Tage lang stumm und alleine in einem Raum einer Kunstgalerie saß. Während Shia an einem Tisch verweilte, durften sich Fans und Schaulustige anstellten, um einer nach dem anderen „One on One Time“ dem schweigenden Schauspieler zu verbringen. Nun behauptet LaBeouf, einer der weiblichen Fan hätte ihn erst gepeitscht, dann ausgezogen und letztendlich vergewaltigt. Gewehrt hat er sich nicht, sagt er, da seine Teilnahmslosigkeit Teil des Kunstprojekts war.

Bäm! Was für eine Aussage! Ein ehemaliger) A-List Star gibt an, von einem Fan missbraucht worden zu sein. Darüber berichten hier natürlich selbst die „normalen“ Nachrichtensendungen. Einziges Problem: keiner weiß so recht, inwieweit man Shia denn nun Glauben schenken soll oder kann. Wahre Story oder mal wieder wirrer „Shia-nismus“, wie es hier so schön heißt? Die Galeristen bestätigten, dass es zu einem „Vorfall“ mit einer Unbekannten kam, der unterbrochen wurde. Doch andere behaupten, Shia versuche nur erneut, Schlagzeilen zu kreieren. Allen voran der Moderator Piers Morgan, der Shia öffentlich via Twitter vorwirft, dass sein „Fake Rape Claim“ eine Beleidigung für alle wahren Vergewaltigungsopfer sei. Seitdem diskutieren die US-Medien und User über die Frage, ob man von Vergewaltigung reden kann, wenn einer den Akt vollzieht und der andere sich weder verbal noch physisch dagegen wehrt. Und die lange Liste der wirren Shia LaBeouf-Schlagzeilen wird mal wieder länger...

Ich habe auch keine Ahnung, was sich in der kleinen Kunstgalerie auf dem Beverly Blvd., Ecke Fuller, letzten Februar abspielte. Aber die Tatsache, dass sich LaBeouf mit seiner Geschichte an die Medien und nicht an die Polizei wandte, ist ja schon ein wenig komisch. Oder sagen wir mal: typisch Shia.

Viele Grüße aus Lalaland sendet Jessica Mazur.

Wurde Shia LaBeouf wirklich vergewaltigt oder wollte er nur wieder in die Schlagzeilen?
© Bild: Jessica Mazur