Hollywood Blog by Jessica Mazur

Wow, the Oscars go German!

Wow, the Oscars go German!
Wow, the Oscars go German! © (Foto: dpa)

von Jessica Mazur

Ich komme gerade aus der Villa Aurora", wo in jedem Jahr vor den Oscars der offizielle Empfang für alle deutschen Nominierten stattfand. In diesem Jahr platzte die Villa aus allen Nähten. Knapp 800 Leute strömten zu dem Anwesen in Pacific Palisades, und zwischenzeitlich musste man mächtig aufpassen, dass man sich nicht gegenseitig auf die Füße trat. Das lag zum einen daran, dass der Empfang aufgrund des schlechten Wetters nicht im großen Garten der Villa stattfand, sondern im provisorisch überdachten Innenhof. Zum andere lag es daran, dass in diesem Jahr die Liste der Deutschen, die sich Hoffnung auf einen der Academy Awards machen durften, so lang ist, wie schon lange nicht mehr. So stecken nicht nur deutsche (Co-)Produzenten und kreative Köpfe hinter Tarantinos 'Inglourious Basterds' und hinter Michael Hanekes 'Das weiße Band", auch bei 'The Messenger' und 'The Last Station' hatten die Deutschen ihre Hände im Spiel.

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Darüber hinaus ging Hans Zimmer mit seiner Musik für Guy Richies 'Sherlock Holmes' ins Rennen und auch an dem nominierten Dokumentarfilm 'Rabbit a la Berlin' (Deutscher Titel: 'Mauerhase'), sowie dem israelischen Beitrag 'Ajami' waren Deutsche beteiligt.

Wow, the Oscars go German! Dementsprechend reichlich floss in der Villa Auroa dann auch der Schampus... Absoluter Mittelpunkt des Empfangs war natürlich Christoph Waltz. Kaum hatte der Wiener die Villa in Begleitung vom Studio Babelsberg Vorstand betreten - Quentin Tarantino war zwar auch eingeladen, hatte aber offensichtlich keine Lust auf The Tschörmäns" ;-) - wurde er auch schon in Beschlag genommen. Für den Rest des Nachmittags konnte sich Waltz nur noch in inmitten einer Menschtraube bewegen.

Nicht ganz so umzingelt, aber dafür umso aufgeregter war die Schauspielerin Maria-Victoria Dragus. Die süße Sechzehnjährige spielt in 'Das weiße Band' die Pfarrerstochter Klara und erzählte mir, dass sie extra eine Woche schulfrei bekommen hatte, um zu den Oscars zu fliegen. Eine Einladung zu den Academy Awards hatte Maria zwar nicht bekommen, aber sie freute sich auch so auf das schöne Kleid, dass sie zur offiziellen 'Das weiße Band'-Party tragen würde.

Wer war sonst da? Jürgen Prochnow, der gerade den Bösewicht in der US Erfolgsserie '24' mimen durfte, Elke Sommer, die einen lustigen Strohhut trug, der sie allerdings eher gegen Regen als gegen Sonne schützte, Bernd Eichinger kam mit Ehefrau Katja, und auch 'Gemany's Next Topmodel'-Gewinnerin Sara Nuru machte die Runde inmitten der Filmschaffenden. Alles in allem also ein durchaus gelungener Empfang.

Einzige Panne: Nach gut einer Stunde gab die Toilette in der Villa den Geist auf und überflutete das Bad. Sehr appetitlich! Als Ausweichmöglichkeit dienten fortan zwei Dixi-Klo's im Garten der Villa, die ich trotz großem Widerstands meinerseits zu späterer Stunde doch aufsuchen musste. Ich sage nur soviel: Mir wird es immer ein Rätsel bleiben wie schlecht einige Menschen zielen können!!! Tja, so schnell kann's gehen. Eben noch ganz glamourös mit Champagnerglas neben möglichen Oscar-Gewinnern, und ein paar Minuten später schon wieder mit den High Heels im... nun, sagen wir mal "Wasser". Der Grat zwischen 'Hit' und 'Shit' ist eben auch am Oscarwochenende in Hollywood ein extrem Schmaler...;-)

Viele Grüße aus Lalaland sendet Jessica Mazur.

 

Wow, the Oscars go German!
© Bild: Jessica Mazur