Wolfgang Joop: Mode ist zu wankelmütig

Wolfgang Joop
Wolfgang Joop © Cover Media

Wolfgang Joop (69) glaubt nicht, dass es am Format liegt, dass Models aus Castingshows oftmals Eintagsfliegen bleiben.

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Es kann auch Profis treffen

Die Mode sei generell einfach zu wechselhaft und schnelllebig, um etwas Dauerhaftes hervorzubringen, so der Fashionstar im Gespräch mit 'stylebook.de'. Teilnehmerinnen an TV-Wettbewerben seien da ebenso betroffen wie Profis. "Weil sich generell wenig Mädchen wirklich lange halten können", betonte er, "dafür ist die Mode zu schnell, erfindet sich zu oft neu. Da kann es eben sein, dass das Model, das man gestern noch suchte, heute schon nicht mehr passt." Das bekämen bisweilen sogar Supermodels zu spüren, untermauerte der Experte: "Das ist selbst einer Claudia Schiffer passiert, als Lagerfeld sie plötzlich für passé erklärt hat. Und die ganze Modewelt auf einmal ins selbe Horn geblasen hat. Claudia Schiffer, eben noch ein Superstar, musste erleben, dass Fotografen und Redakteure sie auf einmal untouchable fanden."

Der Modemacher sitzt in diesem Jahr neben Thomas Hayo und Heidi Klum (40) auf der Jury-Bank von 'Germany's Next Topmodel'. Dabei unterscheidet sich die Herangehensweise des gebürtigen Potsdamers sehr von der seiner Kollegen. Während Hayo darauf schaue, ein Mädchen möglichst "werbewirksam" einsetzen zu können, sei Klum auf der Suche nach dem nächsten Victoria's-Secret-Model: sexy, schönes Lächeln, präsent. Joop hingegen legt andere Bewertungskriterien zugrunde. "Ich suche etwas anderes, nämlich ein Gesicht, das dem Zeitgeist entspricht, die Verabredung mit unserem Moment. Und der ist manchmal sehr viel stiller und individualistischer, als man glaubt und aus den Zeitungen kennt", verriet er der Seite.

Trotzdem versteht sich der Neu-TV-Richter gut mit seiner Mit-Jury. Insbesondere für die schöne Blondine findet er nur nette Worte. Er habe "den größten Respekt" vor ihr. Was er besonders an der Berufsschönen bewundert? "Heidi lebt stark im Moment und hat diesen Moment sehr gut im Griff. Ihr Leben, ihr Business, das soll ihr erst einmal jemand nachmachen", schwärmte der Designer und ergänzte: "Dazu kommt ihre legendenhafte Beauty. Heidi ist ja nicht Zeitgeist, sie ist eine Legende - bigger als Claudia Schiffer, bigger als Kate Moss. Sie ist präsent, sie ist eine Medienfrau. Kein Model, das einfach nur von Anzeige zu Anzeige torkelt oder von Party zu Party. Dann hat sie auch noch vier Kinder. Heidi ist ein Macher, kein Opfer."

Die so Gepriesene fand derweil trotz ihres vollen Terminkalenders Zeit für ein wenig Wohltätigkeit. Sie moderierte unlängst die Veranstaltung 'Operation Shower', eine Babysause für die schwangeren Frauen von amerikanischen Soldaten. Die Kollegin von Wolfgang Joop postete ein Foto von sich bei der Party auf ihrer Twitterseite und schrieb dazu: "Geehrt, die Gastgeberin bei der 'Operation Shower' zu sein und werdende Militär-Mütter mit Truly-Scrumptious-Sachen von Babies R Us zu beschenken."

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