Wird Hillary Clinton US-Präsidentin? Diese Gründe sprechen für einen Sieg gegen Donald Trump

Fünf Gründe ihres Erfolgs: Darum wird Hillary Clinton US-Präsidentin
Was ist das Erfolgsgeheimnis von Hillary Clinton? © Joseph Sohm / Shutterstock.com

Sie gegen ihn. Kopfmensch gegen Bulldozer. Darauf läuft es wohl hinaus, wenn Hillary Clinton (68) und Donald Trump (69) gegeneinander antreten. Clinton hat dabei alle Chancen, als erste US-Präsidentin ins Weiße Haus einzuziehen. Was ist ihr Erfolgsgeheimnis? Fünf Gründe sprechen dafür, dass die 68-Jährige als Siegerin aus der Präsidentschaftswahl im November hervor geht.

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Sie ist eine Kämpferin

 

Ihre Intelligenz

 

Ihr Studium der Politikwissenschaften schloss sie 1969 mit Auszeichnung ab, ebenso das anschließende Jura-Studium in Harvard, das sie mit dem akademischen Grad eines Juris Doctor beendete. Hillary Clinton wurde Anwältin und Professorin an der Law School der University of Arkansas und später die wohl einflussreichste Beraterin ihres Mannes Bill Clinton (69), der von 1993 bis 2001 US-Präsident war. Nicht nur politische Gegner haben seinerzeit behauptet, dass in Wahrheit Hillary das Land regiere.

 

Sie kann kämpfen

 

Ihren Kampfeswillen demonstrierte sie zum ersten Mal in aller Öffentlichkeit während des Lewinsky-Skandals. Bill Clinton hatte eine Affäre mit der Praktikantin Monica Lewinsky (42), was ihm ein Amtsenthebungsverfahren einbrachte. Während der Anhörungen wurden peinliche Details bekannt. Hillary ertrug als betrogene Ehefrau diese öffentlichen Demütigungen mit eiserner Disziplin - und bekannte sich zu ihrem Mann. Ihren Kampfeswillen hat sie auch als demokratische Senatorin sowie als Außenministerin im Kabinett von Präsident Obama bewiesen.

 

Ihr Ehrgeiz und Selbstbewusstsein

 

Die Vollblutpolitikerin demonstrierte ungeniert ihren Ehrgeiz in allen Karrierestationen. Als brillante Anwältin der renommierten Kanzlei Rose, als First Lady im Weißen Haus, als Senatorin des Bundesstaates New York, als Präsidentschafts-Gegenkandidatin von Barack Obama, schließlich als US-Außenministerin. Bisweilen wird ihr das Übermaß an Selbstbewusstsein als Arroganz ausgelegt. So soll sie in ihrer Zeit als First Lady einen Geheimdienstagenten aufgefordert haben, ihre Koffer zu tragen, was gar nicht seine Aufgabe war. "Bleib verflucht nochmal weg von mir! Tu verdammt nochmal das, was ich sage!", soll sie geschrien haben.

 

Ihre Härte

 

Sie kann unglaublich hart gegen sich selbst und andere sein. Das wird auch der Gegenkandidat Donald Trump zu spüren bekommen. Selbst wenn sie scherzt, "Ich liebe es, wenn Männer zu meinen Füßen niederknien", empfinden das manche eher als Drohung. Während des Wahlkampfes 2008 drohte Hillary Clinton dem Iran mit "Auslöschung", falls dieser Atomwaffen gegen Israel einsetze.

 

Ihre Lernfähigkeit

 

Die US-Unternehmensberaterin Rebecca Shambaugh hat in ihrem Buch "Leadership Secrets of Hillary Clinton" analysiert, dass eine besondere Eigenschaft Clintons ihre Angewohnheit sei, kontinuierlich dazuzulernen. Sie nutze jeden Erfolg und Misserfolg, um etwas daraus zu machen. Nach der für sie demütigenden Lewinsky-Affäre schrieb sie ihre Autobiographe "Gelebte Geschichte". Es wurde mit 3,2 Millionen verkauften Exemplaren ein Weltbestseller.

 

Fazit

 

"Hillary Clinton verkörpert, was sie ist", hat der Bayerische Rundfunk analysiert. "Eine kluge Anwältin, kämpferisch, selbstbewusst, und während bei Männern solche Eigenschaften als Führungsstärke gelobt werden, erlebt die 68-Jährige das Schicksal vieler Frauen in Führungspositionen - sie wirkt verbissen und unsympathisch." Das ist ihr Problem - und möglicherweise auch eine unverhoffte Stärke: Sie kann mit der Solidarität der amerikanischen Frauen rechnen. Und die stellten bereits 2012 mit 54 Prozent die Mehrheit der Wählerschaft. Bei den nächsten Wahlen dürfte der Anteil noch gewachsen sein. Die Ex-Außenministerin Madeleine Albright hat vor zehn Jahren gedroht: "In der Hölle gibt es einen speziellen Platz für Frauen, die nicht anderen Frauen helfen."

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