Wim Wenders tritt mit seinem neuen Drama 'Les beaux jours d'Aranjuez' in Venedig an

Wim Wenders
Der Filmregisseur und Fotograf Wim Wenders tritt mit seinem neuen Film in Venedig an. Foto: Clemens Bilan © DPA

Der vielfach preisgekrönte deutsche Regisseur Wim Wenders hat in diesem Jahr die Chance auf seinen zweiten Goldenen Löwen. Der 70 Jahre alte Filmemacher geht mit seinem neuen Werk "Les beaux jours d'Aranjuez" (Die schönen Tage von Aranjuez) ins Rennen um die begehrte Auszeichnung beim Filmfestival von Venedig Anfang September.

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Die deutsch-französische Co-Produktion ist einer von fünf Filmen mit deutscher Beteiligung unter den 20 Werken im Wettbewerb, wie aus dem am Donnerstag in Rom vorgestellten Programm hervorgeht.

Wenders hatte den Goldenen Löwen bereits 1982 für den Film "Der Stand der Dinge" gewonnen. Das in 3D gedrehte Liebesdrama "Les beaux jours d'Aranjuez" basiert auf einem Stück seines langjährigen Freundes Peter Handke. Der Film soll in diesem Jahr in die Kinos kommen.

Eröffnet werden die 73. Filmfestspiele von Venedig von Damien Chazelles Musical-Drama "La La Land" mit Ryan Gosling und Emma Stone. Das Festival beginnt am 31. August und endet am 10. September mit Antoine Fuquas "The Magnificient Seven" (Die glorreichen Sieben), der außer Konkurrenz antritt. Der Film mit Denzel Washington und Ethan Hawke ist eine Neuauflage des gleichnamigen Western von 1960.

Außer Konkurrenz gezeigt werden auf dem Lido die ersten beiden Folgen der Serie "Der junge Papst" des Oscar-Preisträgers Paolo Sorrentino mit Jude Law und Diane Keaton. Ebenfalls außer Konkurrenz tritt das Drama "Hackson Ridge" von Oscar-Preisträger Mel Gibson an, ein australisch-amerikanischer Film mit Vince Vaughn und Sam Worthington.

Chancen auf den Goldenen Löwen haben auch die deutsch-russische Co-Produktion "Rai" (Paradise) von Andrei Kontchalowski, sowie der Thriller "Brimstone" von Martin Koolhoven, an dem insgesamt sechs Länder beteiligt waren. Auch die deutsch-amerikanische Dokumentation "Voyage of Time" mit Cate Blanchett von Terrence Malick und der deutsch-französische Film "Frantz" von François Ozon sind dabei.

Insgesamt drei deutsche Beiträge werden außer Konkurrenz gezeigt, darunter die Dokumentation "Austerlitz" von Sergei Loznitsa und der deutsch-österreichische Film "Die Einsiedler" von Ronny Trockner. Auch der deutsch-rumänische Kurzfilm "Prima noapte" ist dabei.

Unter Wenders' Konkurrenten ist das Science-Fiction-Drama "Arrival" von Regisseur Denis Villeneuve. Auch das Drama "The Light Between Oceans" von Derek Cianfrance mit dem deutsch-irischen Schauspieler Michael Fassbender ist nominiert.

Mit zwei Filmen außer der Reihe wollen die Veranstalter kürzlich gestorbene Regisseure ehren. In der Lagunenstadt wird "24 Frames" des Iraners Abbas Kiarostami gezeigt. Der Film "L'anno del dragone" soll zudem an den Oscar-Preisträger Michael Cimino erinnern. Beide waren Anfang Juli gestorben.


dpa

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