Wim Wenders ist Fan der Umweltenzyklika von Papst Franziskus

Wim Wenders
Wim Wenders zählt die Umweltenzyklika "Laudato sì" von Papst Franziskus zu den wichtigsten Dokumenten des 21. Jahrhunderts. Foto: Antonio Cotrim © DPA

Der deutsche Filmregisseur Wim Wenders ist ein großer Fan der Umweltenzyklika "Laudato sì", die vor fast genau einem Jahr von Papst Franziskus veröffentlicht worden war.

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Der Text sei eines der "wichtigsten Dokumente des 21. Jahrhunderts, sowohl wegen seines Autors Papst Franziskus als auch wegen des Themas: das unerträgliche Leid des Planeten", schreibt der 70-Jährige in einem am Donnerstag in der Vatikanzeitung "L'Osservatore Romano" veröffentlichten Beitrag.

Der Papst stelle in der Enzyklika klar, dass das Leid der Armen nicht vom Leid des Planeten getrennt werden könne und dürfe. Beide Komponenten gehörten zusammen und müssten auch gemeinsam gelöst werden, so Wenders. Der Essay war laut Radio Vatikan ursprünglich bei einem Dialogforum im Herbst 2015 präsentiert worden.

Der Pontifex versuche - ganz im Sinne seines Namengebers, des Heiligen Franz von Assisi - den christlichen Glauben mit der heutigen Realität und ihren drängendsten Fragen zu versöhnen: "Auf der einen Seite der Kampf gegen die Armut, auf der anderen der Kampf gegen den Missbrauch der Schätze der Erde: Wasser, Luft, Pflanzen, Tiere, Ressourcen", so Wenders.

Der Filmemacher ("Der Himmel über Berlin") und Fotograf stammt selbst aus einer katholischen Familie und wollte zeitweise Priester werden. Er ist zudem zweifacher Ehrendoktor der Theologie.


dpa

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