Will Ferrell: "Ich gehe immer an die Grenzen"

Will Ferrell: "Ich gehe immer an die Grenzen"
Bringt mit "Der Knastcoach" eine neue Komödie auf den Markt: Will Ferrell © Rich Fury/Invision/AP

Schauspieler Will Ferrell (47) ist zweifelsfrei einer der gefragtesten und besten Darsteller für Hollywood-Komödien. Streifen wie "Old School", "Die Hochzeit-Crasher" oder die beiden "Anchorman"-Filme brachten ihm weltweiten Erfolg, viele Millionen Dollar und noch mehr Ruhm ein. Jetzt kehrt Ferrell neben seinem Kollegen Kevin Hart (35) in der Gefängnis-Comedy "Der Knastcoach" zurück in die Lichtspielhäuser.

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Im Gespräch mit dem US-Komiker

In diesem Film, der schon im Vorfeld ob seiner angeblich stereotypischen Darstellung von Afroamerikanern und seiner mutmaßlich homophoben Sprüche in den USA harsche Kritik einstecken musste, wird Ferrell von seinem Kumpel (gespielt von Hart) auf einen Gefängnisaufenthalt vorbereitet.


"Humor ist immer subjektiv"

Dabei geht natürlich einiges schief. Von der Nachrichtenagentur spot on news darauf angesprochen, ob auch der Komiker das Gefühl hatte, in diesem Film die Schamgrenze des guten Geschmacks überschritten zu haben, sagte Ferrell: "Humor und somit auch Komödien sind immer subjektiv. Einige mögen es, andere nicht. Mein Job ist es, die Grenze zu überschreiten, neue Wege zu finden. Und genau das haben wir mit diesem Film versucht."


Die erneuten Nacktaufnahmen von ihm seien im Übrigen "absolut kein Problem" für den nicht unbedingt durchtrainierten 47-jährigen Kalifornier, der ohne Schwierigkeiten und großes Ego auch über sich selbst lachen kann. "Klar weiß ich, dass ich wie Adonis aussehe. Frauen werfen sich mir ständig an den Hals und wollen, dass ich mich ausziehe, aber ich kann ja nicht auch noch nackt durch Hollywood laufen", scherzt Ferrell im Interview.


"Mein Charakter ist ein Arschlosch"

Für diesen Film habe der Schauspieler seinen Charakter nackt gezeigt, weil man auf diese Art und Weise gut darstellen konnte, was für "ein arrogantes Arschloch" er wirklich sei. Seinen Erfolg als Komiker begründet Ferrell im Übrigen damit, dass er "absolut furchtlos" an seine Arbeit herangehe. "Du musst etwas wagen, wenn du lustig sein willst", so Ferrell.


Im Gespräch mit spot on news gab der Komiker auch zu, dass er noch immer total erstaunt sei, dass die Leute ihn lustig fänden. "Denn selbst meine eigenen Kinder lachen nicht über meine Witze", so der Schauspieler weiter.


Auch auf das jüngste Hollywood-Gerücht, Ferrell sei als kommender Oscar-Moderator im Gespräch, kommentierte der 47-Jährige mit leichter Selbstironie. "Ich werde den Oscar für die nächsten fünf Jahre moderieren", sagte Ferrell, um im selben Atemzug hinzuzufügen: "Ganz ehrlich, ich glaube, ich hätte viel zuviel Angst, als Gastgeber für die Oscars auf die Bühne zu kommen."

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