"Wie ein Bruder": "Kaiser" und König trauern um Johan Cruyff

"Wie ein Bruder": "Kaiser" und König trauern um Johan Cruyff
Johan Cruyff ist am Donnerstag seinem Lungenkrebs-Leiden erlegen © catwalker/Shutterstock.com

Fußball ist eigentlich ein simples Spiel. Aber wer es im Kampf um Tore und Punkte zu wahrer Meisterschaft bringt, der bewegt auch ganze Nationen. Johan Cruyff (1947-2016) war ein solcher Großmeister: Mit feinen Pässen und genialen Spielzügen wurde der schmächtige Junge aus Amsterdam zum Idol. In den Niederlanden nannte man Cruyff "König Johan" - beim FC Barcelona den "Erlöser". Am Donnerstag ist der Fußball-Held gestorben. Und neben den besten Fußballern trauern nun auch buchstäblich Könige und "Kaiser" um Cruyff.

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Beckenbauer, Willem-Alexander

Am Nachmittag verabschiedete sich Hollands Monarch Willem-Alexander (48) mit einer Botschaft von Cruyff: Der große Fußballer und Trainer sei "ein Symbol der Niederlande" gewesen, schrieb er auf Facebook. "Er hat unseren Fußball bereichert und ihm ein neues Gesicht gegeben. Darüber hinaus hat er sich mit Herz und Seele eingesetzt, um den Sport für alle zugänglich zu machen."


Noch emotionaler äußerte sich Deutschlands Fußball-Kaiser Franz Beckenbauer (70). Die beiden Stars waren in den 1970ern die vielleicht größten Kicker des Planeten - und lieferten sich legendäre Duelle, etwa im WM-Finale 1974. "Ich bin geschockt. Johan Cruyff ist tot", erklärte Beckenbauer auf Twitter. "Er war nicht nur ein sehr guter Freund, sondern wie ein Bruder für mich."


Messi trauert um eine "Legende"

Auch Cruyffs Erben auf dem Fußballplatz trauerten - etwa Lionel Messi (28), der heute für den FC Barcelona jene prägende Figur ist, die Cruyff früher einmal war. "Eine weitere Legende hat uns heute verlassen", schrieb Messi auf Facebook. "Wir werden dich immer lieben", twitterte die Vereinsführung. Selbst Erzrivalen trauerten: FC-Bayern-Star Xabi Alonso (34), der bis 2014 für "Barcas" Rivalen Real Madrid gespielt hatte, postete: "Die '14' wird nie mehr dieselbe sein. RIP Johan Cruyff." Die 14 ist Alonsos Rückennummer - und sie war Cruyffs Rückennummer in der niederländischen Nationalelf.


Deutschlands erfolgreichster Verein, der FC Bayern, verabschiedete sich auf seiner Homepage von "König Johan". "Wir haben heute einen ganz besonderen Vertreter des Fußballs verloren, er wird uns sehr fehlen", ließ Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge (60) mitteilen. "Ich persönlich verliere einen guten Freund, mit dem ich viele tolle Begegnungen und faire Gespräche hatte."


DFB-Vizepräsident Rainer Koch (57) erklärte: "Johan Cruyff war und bleibt für immer eine Legende." Lukas Podolski (30) beklagte auf Twitter "traurige Neuigkeiten über Johan Cruyff". Und Hans Sarpei (39), vielleicht keiner der größten, aber doch einer der eloquentesten Ex-Kicker Deutschlands, zitierte zum Abschied auf Twitter noch einmal Cruyffs Weggefährten Beckenbauer: "König Johan war der Beste, sagte Franz Beckenbauer nach der WM '74. Recht hatte er. Ruhe in Frieden, Johann Cryuff!"



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