'Wie durch ein Wunder': Zac Efron kann mit Toten sprechen

'Wie durch ein Wunder': Zac Efron kann tote Menschen sehen

'Wie durch ein Wunder': Zac Efron kann mit Toten sprechen

Vom fröhlichen Teenie-Schwarm zum tragischen Helden – eine Gratwanderung, die Zac Efron in ‚Wie durch ein Wunder‘ wirklich gut meistert. Der 22-Jährige spielt Charlie St. Cloud, dessen heile Welt durch einen Autounfall zerbricht. Während Charlie zurück ins Leben geholt werden kann, stirbt sein kleiner, geliebter Bruder Sam trotz aller Bemühungen der Ärzte . Da Charlie am Steuer des Autos saß, kann er den Verlust Bruders nicht verkraften. Als Charlie bei Sams Beerdigung in Tränen aufgelöst davonrennt, trifft er … den toten Sam (sehr liebenswert und authentisch gespielt von Charlie Tahan)! Der schuldgeplagte Charlie verspricht, wie schon zu Lebzeiten, jeden Abend pünktlich bei Sonnenuntergang Baseball mit Sam zu üben. Um dem toten Bruder ab sofort näher zu sein, verzichtet Charlie auf sein Segel-Stipendium und arbeitet lieber auf dem Friedhof.

Aber Sam ist nicht die einzige Figur aus dem Jenseits, die Charlie sehen kann. In den kommenden fünf Jahren sieht er immer wieder auch andere Tote. Seine glänzende Zukunft als Segel-As hat Charlie für den Bruder aufgegeben - sein Leben wird dominiert vom täglichen Sonnenuntergang, von den täglichen Treffen mit Sam. Doch das ändert sich, als er der abenteuerlustigen Tess (Amanda Crew, schauspielerisch gut) begegnet. Das erste Mal seit dem schrecklichen Unfall scheint Charlie aus seiner Schockstarre zu erwachen.

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Atmosphärische Story mit schauspielerisch starker Besetzung

Die gemeinsame Leidenschaft für das Segeln führt Tess und Charlie zusammen, die beiden kommen sich näher – und verbringen die Nacht miteinander. Nur mit Mühe schafft es Charlie dieses Mal pünktlich zum abendlichen Baseball-Treffen mit Sam. Doch dieser ist enttäuscht - und es kommt zum Streit zwischen den Brüdern. Charlie ist in der Zwickmühle: Wie soll er zwischen seinen Gefühlen für Tess und seinem Versprechen gegenüber Sam entscheiden? Doch die Entscheidung wird im abgenommen: Tess wird mit ihrem Segelboot vermisst und Charlie wird klar, dass nur er sie retten kann. Ein dramatischer Wettlauf mit der Zeit beginnt.

‚Wie durch ein Wunder’ birgt eine sehr atmosphärische Story mit schauspielerisch starker Besetzung. Die zarte Liebesgeschichte, die Bruderbande und auch die spektakuläre Suche nach Tess bieten für die Zuschauer viel Raum zum Lachen, Weinen und auch Atem anhalten. Das Filmende (das soll natürlich noch nicht verraten werden) rundet das Bild zu einem schönen Sonntag-Nachmittag-Film ab. Für Zac-Efron-Fans sicherlich ein absolutes Muss.

Aber trotzdem gewinnt man im Laufe des Films den Eindruck, dass Zac Efron nicht nur wegen seines schauspielerischen Talents die Hauptrolle bekommen hat. Die doch sehr häufigen Nahaufnahmen seines zugegebenermaßen hübschen Gesichts fallen auf - lenken aber auch vom Geschehen ab. Close-Ups als Stilmittel sind ja in Ordnung - aber so häufig? Die Leistung von Co-Darstellerin Amanda Crew scheint hingegen bei der Besetzung entscheidender als ihr Aussehen gewesen zu sein. Denn rein optisch wirkt die bisher relativ unbekannte Newcomerin mehr wie die ältere Schwester von Zac Efron, weniger wie die Frau seines Herzens.

Namhafte Unterstützung bekommen Zac Efron und Charlie Tahan durch Hollywood-Star Kim Basinger, die in einer Nebenrolle die Mutter der Jungs spielt und Ray Liotta (bekannt aus ‚Good Fellas‘ und ‚Born To Be Wild‘) – der als Rettungssanitäter Florio Ferrente im entscheidenden Moment den richtigen Hinweis gibt.

‚Wie durch ein Wunder‘ ist nicht der erste Film, der sich der Thematik ‚Mit Toten in Kontakt treten‘ widmet. So durfte Demi Moore schon in ‚Ghost - Nachricht von Sam‘ mit Patrick Swayze als Geist töpfern und in ‚The Sixth Sense‘ konnte Haley Joel Osment mit Toten sprechen. Beide Filme wurden zum Kult - doch dafür wird es bei ‚Wie durch ein Wunder‘ nicht ganz reichen.

Von Elke Feldmann

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