'Wie ausgewechselt’: Bodyswitch mit dem Sexiest Man Alive

4 von 5 Punkten

Vermutlich hatte fast jeder schon mal den Wunsch, sein Leben mit dem eines anderen zu tauschen – sonst gäbe es nicht so viele Körpertauschkomödien. Während mittelklassige Filme wie ’Freaky Friday’ und ’30 über Nacht’ beim Publikum mit diesem Konzept nicht zu überzeugen wussten, punktet 'Wie ausgewechselt’ mit dem ’Sexiest Man Alive’ Ryan Reynolds, einem wunderbar charismatischen Jason Bateman, vielen nicht jugendfreien Witzen und einem Drehbuch von den ’Hangover’-Autoren Jon Lucas und Scott Moore.

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Dave (Jason Bateman, ’Kill the Boss’) und Mitch (Ryan Reynolds, ’Green Lantern’) verbindet eine jahrelange Freundschaft, doch was ihren Lebensstil angeht, könnten die beiden nicht unterschiedlicher sein. Während Dave täglich den Spagat zwischen dem liebevollen Familienvater und dem erfolgreichen Geschäftsmann meistern muss, lebt Mitch in den Tag hinein, arbeitet minder erfolgreich an seiner Schauspielkarriere und genießt die Vorzüge seines Singlelebens. Wie üblich wollen Menschen immer das, was sie nicht haben, und so sind sich beide Männer sicher, dass das Leben des anderen perfekt ist. Kaum haben die zwei ihre Gedanken ausgesprochen, ist es auch schon passiert: Dave und Mitch stecken auf einmal im Körper des anderen.

Natürlich muss sich der Film an gewisse Muster der Bodyswitch-Komödien halten und das Ende ist Hollywood-typisch kitschig und vorhersehbar, doch diese kleinen Mankos werden von der Darbietung der beiden Protagonisten überstrahlt. Nicht nur, dass Ryan Reynolds und Jason Bateman im Privatleben seit über 15 Jahren miteinander befreundet sind, auch auf der Leinwand stimmt bei ihnen die Chemie. Dazu passen ihre Filmfiguren unglaublich gut zu ihnen: Bateman führt seit über zehn Jahren eine skandalfreie Ehe und ist voller Vorfreude auf sein zweites Kind, während Reynolds ein attraktiver Single ist, dem alle Frauen zu Füßen liegen.

Auch der weibliche Part ist nicht minder prominent besetzt. Mit Olivia Wilde (’Dr. House’) und Leslie Mann (’Jungfrau (40), männlich, sucht...’) haben Reynolds und Bateman attraktive Unterstützung an ihrer Seite. Leider haben die beiden Damen lediglich die Aufgabe, gut auszusehen und ab und an die Hüllen fallen zu lassen.

Dafür weiß Regisseur David Dobkin mit vielen lustigen Gags und Szenen zu glänzen. Zwar gehen einige Späße etwas unter die Gürtellinie, doch etwas anderes hätten wir von den 'Hangover’-Machern auch nicht erwartet. Zum Ende hin werden die zotigen Gags aber zugunsten einer moralischen Botschaft etwas vernachlässigt.

Auch wenn der Handlungsstrang etwas an Originalität und Überraschungen vermissen lässt, machen ein lässiger Ryan Reynolds und Jason Bateman als absoluter Sympathieträger den Film äußerst sehenswert. Trotz einiger ekliger Szenen und schmutziger Witze ist 'Wie ausgewechselt’ kein reiner Männerfilm. Hier kommen auch Frauen auf ihre Kosten – allein schon beim Anblick von Ryan Reynolds.

Von Alexandra Mölgen

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