Wichtige Glücksfaktoren für die Lebenszufriedenheit

Schleswig-Holsteiner sind die glücklichsten Deutschen
ARCHIV - Eine Familie bei Sonnenuntergang: Die Schleswig-Holsteiner haben ihren Spitzenplatz als glücklichste Deutsche mit großem Abstand verteidigt und sogar ausgebaut. Foto: Christian Charisius © deutsche presse agentur
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Ein allgemeingültiges Rezept zum Glücklichsein gibt es nicht. Das Empfinden eines guten oder schlechten Lebens ist sehr individuell, wenn Rahmenbedingungen wie Frieden, Sicherheit, politische Freiheit sowie private Grundbedürfnisse wie Bildung, Beschäftigung und Wohnen erfüllt sind.

Die Macher des Glücksatlas sprechen von vier wichtigen Faktoren:

Gemeinschaft: Für Glücksforscher sind gute soziale Beziehungen mit der wichtigste Faktor für Lebenszufriedenheit. Paare sind in der Regel glücklicher als Singles - und Menschen mit guten Freunden oft zufriedener als Einzelgänger. Ein großes Glückshemmnis ist Arbeitslosigkeit: Dabei geht es nicht allein ums Geld, sondern um den Verlust des Selbstwertgefühls und die Sorge vor Abhängigkeit. Eine bedeutende Rolle beim Glücklichsein spielt deshalb persönliche Entscheidungsfreiheit, Engagement und eine erfüllende Tätigkeit - bis hin zum Ehrenamt.

Gesundheit: Sie hat sehr großen Einfluss auf die Zufriedenheit und kann ein großer individueller Glückstreiber, aber auch ein Hindernis sein.

Genetische Disposition: Das ist die Mentalität des Einzelnen - grob gesagt die Wahrnehmung, ob ein Glas halbvoll oder halbleer ist. Wissenschaftler gehen davon aus, dass Mentalität schon mehr als die Hälfte der gefühlten Glücksunterschiede erklärt.

Geld: Es hat Bedeutung für die individuelle Lebenszufriedenheit, insgesamt aber weniger Auswirkungen als die anderen Bereiche. Selbst eine Gehaltserhöhung hat keinen Langzeiteffekt und ab einem bestimmten Einkommenslevel - in Deutschland rund 60.000 Euro Jahreseinkommen - steigt das Glücksempfinden nicht weiter an.


Quelle: DPA
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