Hollywood Blog by Jessica Mazur

Whitney Houston: Leichenfledderei in vollem Gange

Whitney Houston: Leichenfledderei in vollem Gange
Whitney Houston: Leichenfledderei in vollem Gange © Bildquelle: Reuters

von Jessica Mazur

Noch immer bestimmt der Tod von Whitney Houston die US Medien. Doch langsam aber sicher setzt die Leichenfledderei ein. Soll heißen: da es nicht viel Neues zu berichten gibt, wird jede Quelle angezapft, um die Story doch noch etwas länger ausschlachten zu können. So veröffentlichte TMZ heute beispielsweise Fotos, die nach Houstons Tod in ihrer Hotelsuite aufgenommen wurden. Unter der Headline EXCLUSIVE: Whitney Houstons Final Meal zeigt ein Foto Getränke- und Essensreste auf dem Hoteltisch, ein anderes ein Essenstablett, einen Rasierer und ein paar andere Gegenstände neben der Badewanne in der Houston starb.

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Obwohl viele User Kommentare hinterließen, wie Really TMZ? Müssen wir das wirklich sehen?, scheint der Fakt, dass Houston einen Hamburger und Fritten mit Bier und Champagner runterspülte letztendlich doch von großem Interesse zu sein. Ist es nicht beruhigend zu wissen, dass in der Aufregung um Whitney Houstons Tod am Samstagnachmittag zumindest einer der Helfer vor Ort einen kühlen Kopf behielt und sich dachte: Schnell auf den Auslöser drücken. Mit den Fotos lässt sich bestimmt prima Kasse machen.? Ein anderes Foto, das zeigt, wie Houstons Leiche auf einer Bahre unter einem Leichentuch aus ihrer Suite abtransportiert wird, ist inzwischen auch aufgetaucht. Na, Gott sei Dank.

Der Tod von Whitney Houston hat auch für andere Promis Nebeneffekte. So darf zum Beispiel Demi Moore endlich aufatmen. Der Schockmeldung vom Wochenende sei Dank, steht Moore nämlich nicht länger auf Platz 1 der Most Wanted Liste der Paparazzi. Diesen Platz hat nun Whitneys Tochter Bobbi Kristina eingenommen. Nach den Zusammenbrüchen der Achtzehnjährigen liegen die Paparazzi jetzt haufenweise auf der Lauer, denn Fotos der trauernden Tochter sind im Moment richtig was wert. Böse Zungen behaupten sogar, das wäre einer der Gründe, warum ihr Vater Bobby Brown zu ihr nach LA geeilt kam. Nein, nicht weil er seine Tochter vor dem Blitzlichtgewitter schützen will. Brown will mit aufs Foto... wie gesagt, wird gemunkelt.

Da sich Bobbi Kristina zurückgezogen hat, halten die Paparazzi ihre Kameras derweil auf alle anderen Personen, die in irgendeiner Form mit Houston in Verbindung gebracht werden können. Dionne Warwick zum Beispiel oder Whitneys Tante Mary Jones, deren Foto von TMZ mit der Schlagzeile The Lady Who Tried To Save Her versehen wurde. Und die seriösen Medien sind auch nicht viel besser. Die CBS News spekulieren nämlich bereits, dass Whitney Houston es in diesem Jahr locker auf die Top 10 Verdiener unter den toten Promis Liste des Forbes Magazine schaffen müsste. Na, das ist doch was. 

RIP, Whitney Rest in Peace. Diesen Satz liest man im englischsprachigen Netz in diesen Tagen überall. Klingt gut, ist in Hollywood aber gar nicht so einfach.

Viele Grüße aus Lalaland sendet Jessica Mazur 

 

 

 

 

Whitney Houston: Leichenfledderei in vollem Gange
© Bild: Jessica Mazur