Wetterfee Kleinert hilft Familien kranker und behinderter Kinder

Wetterfee Kleinert hilft Familien kranker und behinderter Kinder
Claudia Kleinert (l.) verlieh den Förderpreis der Stiftung FamilienBande an Dr. Florian Schepper (Verein Elternhilfe für krebskranke Kinder) © FamilienBande

Viele werden sie am gestrigen Freitag-Abend im Fernsehen vermisst haben - denn ARD-Wetterfee Claudia Kleinert (45) war nicht wie gewohnt im TV-Studio, sondern engagierte sich für eine Sache, die ihr sehr am Herzen liegt. Die Moderatorin zeichnete Menschen aus, die Familien in einer besonders schwierigen Lebenssituation unterstützen.

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Herzensprojekt der Wetterfee

An diesem Wochenende wurde in Gmund am Tegernsee zum fünften Mal der FamilienBande-Förderpreis für vorbildhaften Einsatz im Bereich der Betreuung von Geschwisterkindern vergeben. Viele Familien in Deutschland haben durch Behinderungen beziehungsweise schwere, zum Teil chronische Erkrankungen von Kindern ein schweres Schicksal zu meistern. Eine Ausnahmesituation, die auch an den Geschwistern der erkrankten oder behinderten Kindern nicht spurlos vorbei geht.


Ein persönliches Projekt für Kleinert

Claudia Kleinert, die selbst einen engen Kontakt zu ihrem körperbehinderten Bruder pflegt, musste für ihren abendlichen Auftritt nicht lange gebeten werden: "Dieser Preis ist eine tolle Idee. Damit wird die Arbeit derjenigen gewürdigt, die sich um Menschen kümmern, die nicht so im Fokus unserer Gesellschaft stehen", sagte Kleinert und erklärte weiter: "Denn oft schenken Eltern ihre ganze Aufmerksamkeit naturgemäß dem kranken Sorgenkind. Die gesunden Geschwister werden in dieser Phase meist unbewusst emotional vernachlässigt, sie fühlen sich nicht selten ausgegrenzt, ziehen sich innerlich zurück - weil sich alles um das kranke beziehungsweise behinderte Kind dreht."


Experten schätzen die Zahl der Betroffenen in Deutschland - Eltern und Kinder - auf rund zwei Millionen Menschen. Hier hilft die Novartis-Stiftung FamilienBande seit fünf Jahren mit Rat und Tat und stellt mit einem bundesweiten Netzwerk den Kontakt zwischen Betroffenen und knapp 200 Einrichtungen und Initiativen her, die mit Beratungs-, Therapie- und Familien-Freizeit-Angeboten zur Seite stehen.


In diesem Jahr zeichnete Vorstandsmitglied Herlinde
Schneider gemeinsam mit Claudia Kleinert fünf Initiativen aus
Leipzig, Hamburg, Tübingen, Hannover und der Schweiz aus,
deren Projekte dazu beitragen, das traumatisierte Geschwisterkinder zurück in ein normales Familienleben finden. Der Förderpreis ist mit jeweils 2.000 Euro dotiert und fließt in die meist ehrenamtliche Arbeit der Betreuungs-Einrichtungen ein. Kleinert ist überzeugt: "Das Geld ist in diesen Initiativen mit Sicherheit gut angelegt!"



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