Hollywood Blog by Jessica Mazur

Wer Tara Reid einlädt, hat schon verloren

Wer Tara Reid einlädt, hat schon verloren
Wer Tara Reid einlädt, hat schon verloren

von Jessica Mazur

Ich war am Samstagabend auf meiner allerersten Fashion Show hier in LA. Die Show fand in einer riesigen Lagerhalle auf La Brea und 4th Street in Hollywood statt. Bei der Designerin handelte es sich allerdings nicht um Donatella Versace, Marc Jacobs  oder Monique Lhuillier (sonst hätte ich vermutlich auch nie im Leben eine Einladung bekommen...;-), sondern um Kira Plastinina. Über Kira Plastinina hatte ich schon einmal vor ein paar Wochen berichtet. Kira ist die sechzehnjährige Russin, deren Vater 600 Millionen schwer ist und die im letzten Jahr in ihrer Heimat vierzig Boutiquen mit ihren eigenen Designs eröffnete. In diesem Jahr sind nun die Staaten dran. Anfang des Jahres eröffnete Kira einen Shop in New York und Mitte Mai einen in LA, direkt auf dem Robertson Boulevard gegenüber des Kult-Stores Kitson. Fünf weitere Läden sollen binnen der nächsten Monate folgen.

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Am Samstagabend stellte Kira dann ihre neue Winterkollektion vor und ließ es trotz ihrer jungen Jahre ordentlich krachen. Die ganze Lagerhalle war nämlich mit pinkfarbenen Teppich ausgelegt, an den Wänden standen riesig, weiße Plüschsofas und links und rechts auf den Stufen des langen weiß-glänzenden Laufstegs lagen rosafarbene, dicke Kissen, auf denen die Besucher während der Fashion Show Platz nehmen konnten. Bis es losging, rannten Unmengen Kellner mit schwarzen T-Shirts, auf denen ebenfalls das pinkfarbene Kira Plastinina Logo glänzte, umher und verteilten kleine Häppchen, Schampus und andere Getränke. Nachdem ich mir einen kurzen Überblick über die Location verschafft hatte, fiel mir eine Sache sofort auf: Es gab überhaupt keine Sponsoren! Normalerweise werden solche Veranstaltungen in Hollywood natürlich von mehrere Firmen gesponsert und überall kann man dann lesen sponsored by xy, aber nicht hier.

Hier war alles Einhundertprozent Kira Plastinina. Selbst die Etiketten der Wasserflaschen wurden mit Kiras Logo überklebt, und auf den Toiletten lagen Kira Plastinina Papiertücher zum Händeabtrocknen aus. Wow, SO läuft das also, wenn Papa Ummengen Kohle hat...;-) Die Fashion Show an sich ging dann nur ca. zehn Minuten, und die Designs waren auch nicht so mein Ding, ein bisschen Russland meets Pinkie meets 80er Jahre. Könnte also durchaus Erfolg haben bei den Teens in LA...;-)

Die Fashion Show war aber sowieso fast Nebensache, denn das Highlight des Abends kam danach. Papa Plastinina hatte nämlich richtig tief in die Tasche gegriffen und R&B Star Chris Brown für ein kleines Privatkonzert gebucht. Der gab auch richtig Gas, sang seine Hits, wie z.B. Kiss Kiss oder No Air, tanzte wie ein junger Gott (jeder, der die MTV Awards 2007 gesehen hat weiß, was ich meine) und sang sogar den Umbrella-ella-ella Hit seiner Freundin Rihanna. Not bad! Herr Plastinova hat also zumindest schon mal kapiert, wie man die Menschen in Hollywood dazu bringt, dass sie am Ende des Abends von einem amazing event sprechen!

Eine Sache muss Papa Plastinova aber doch noch lernen: die richtigen Promis einzuladen. Der Celebrity-Andrang war mit Hayden Panettiere, Audrina Patridge (The Hills) und Kim Kardashians Schwester Khloe eh sehr dürftig, aber wen sehe ich, als ich an Kiras VIP-Loge vorbeigehe? Tara Reid! Die mag vielleicht in Russland noch eine große Nummer sein, gilt aber hier in Hollywood nur noch als absoluter Peinlich-Promi, und jeder weiß: so toll kann ein Event nicht sein, wenn Tara Reid auf der Gästeliste steht... Also Herr Plastinova, beim nächsten Mal vorher einfach noch mal schlau machen! Wäre doch schade, wenn der big break der Tochter in Hollywood an so einer Banalität scheitern würde,... wo sich der Mann das Ganze doch SO viel kosten lässt...;-)

Viele Grüße aus Lalaland,

Jessica Mazur

 

Wer Tara Reid einlädt, hat schon verloren
© Bild: Jessica Mazur