Hollywood Blog by Jessica Mazur

Weihnachts-Kitsch bei 22 Grad im Schatten

Weihnachts-Kitsch bei 22 Grad im Schatten
Weihnachts-Kitsch bei 22 Grad im Schatten

von Jessica Mazur

Langsam aber sicher setzt bei mir die Weihnachtsstimmung ein. Das wird ja auch höchste Zeit, denn schließlich sind es keine drei Wochen mehr bis Heiligabend. Aber bei Temperaturen um die 22 Grad und Sonnenschein, wie es heute in New Orleans wieder der Fall war, ist das gar nicht so einfach... Doch zum Glück kann man sich auf die Amerikaner ja 100% verlassen, wenn es um das Thema 'X-Mas Kitsch' geht. So sind die Straßen hier in New Orleans alle weihnachtlich geschmückt (in diesem Jahr ist in den Staaten die Farbe Lila DER Renner), die Palmen sind so dicht mit Lichterketten umwickelt, dass die Stämme darunter völlig verschwinden und es gibt kaum einen Straßenmusikant - und jeder, der schon mal hier war weiß, davon gibt es einige - der trotz der warmen Temperaturen keine lustige Weihnachtsmann-Mütze auf dem Kopf sitzen hat.

- Anzeige -

Besonders weihnachtlich wurde es dann aber heute, als ich durch eine herrlich kitschige Gasse voller weißer Plastiktannenbäume schlenderte und es plötzlich anfing zu schneien. Meinen Blick nach oben, gepaart mit einem "Oh! Schnee" hätte ich mir allerdings sparen sollen, denn der Kunstschnee in der Fulton Street in New Orleans, der in meinem Mund landete, entpuppte sich als Seifenschaum. Nicht sehr zu empfehlen...;-)

Doch ob nun echter Schnee, wie in Deutschland oder Seife, wie hier, fest steht: der Weihnachtscountdown läuft, die Geschenke müssen her. Und da lautet das Motto in Amerika in diesem Jahr: Do it Yourself. Fast in jeder Zeitschrift findet man derzeit Anleitungen zum Basteln von Geschenken und selbst Oprah Winfrey, die in jedem Jahr die ihrer Ansicht nach besten Weihnachtsgeschenke vorstellt, die dann Millionen Amerikaner tatsächlich erwerben, änderte jetzt das Konzept ihrer Sendung und rief alle Zuschauer dazu auf, ihre Geschenke selber zu machen. Oprahs Vorschläge: bunt beklebte Kartons oder Kisten mit persönlichen Nachrichten darin, selbst gemachte Ketten und Armbänder, sowie selbst gemachte Marmeladen und Salsa-Saucen mit Zutaten aus dem Garten. Soso! Ich bin mir ziemlich sicher, dass sich niemand aus meinem Freundes- und Familienkreis über von mir eingekochten Marmeladen, o.ä. freuen würde, da sich meine kulinarischen Fähigkeiten sehr in Grenzen halten, aber die Idee mit dem Schmuck finde ich gar nicht so schlecht. Zumindest besser, als 200 Dollar für Modeschmuck von Promis auszugeben, wie es derzeit das 'People Magazine' vorschlägt, nur weil eine Nicole Richie oder eine Heidi Klum ihren Namen darauf gedruckt haben.

Einer, der die 'Do It Yourself'-Trendwelle schon frühzeitig erkannt hat, ist natürlich ohne Frage Tom Cruise. Der überraschte seine Katie schließlich schon vor zwei Jahren mit einer DVD-Box voll mit all' seinen Film, auf die er persönliche Widmungen geschrieben hatte. Wie... äh...romantisch ;-).

Ich werde mir die 'Do It Yourself'-Idee auf jeden Fall mal durch den Kopf gehen lassen. Erstmal werde ich meine weihnachtliche Stimmung aber noch etwas mehr anzuheizen, indem ich mir jetzt DAS traditionelle X-Mas Ereignis Amerikas schlechthin im Fernsehen anschaue: das 'Christmas Tree Lighting' am Rockefeller Center in New York City, wo in diesem Jahr Stars wie Beyonce Knowles, Britney Spears und die Jonas Brothers mithelfen werden, den weltweit 'most famous christmas tree' zum Leuchten zu bringen. Ich bin gespannt, ob da auch der Seifen-Schnee rieselt ;-)

Viele Grüße aus NOLA wünscht Eure Jessica.

 

Weihnachts-Kitsch bei 22 Grad im Schatten
© Bild: Jessica Mazur