Was wird eigentlich aus dem Entertainer Stefan Raab?

Was wird eigentlich aus dem Entertainer Stefan Raab?
Stefan Raab beendet die TV-Karriere vor der Kamera © Getty Images, Mathis Wienand

Stefan Raab hat am 16. Dezember 2015 die letzte Ausgabe seiner Late-Night-Show 'TV total' über die Bühne gebracht. Am 19. Dezember verabschiedete sich der 49-Jährige mit einer letzten Folge 'Schlag den Raab' dann endgültig aus der deutschen TV-Landschaft. Während Raab in der letzten 'TV Total'-Show ein paar Tränchen verdrückten musste, verabschiedete er sich bei 'Schlag den Raab' mit einem breiten Grinsen. Keine Rede, keine großen Worte. "Machen Sie's gut, vielen Dank. Ich hoffe, Sie hatten ein bisschen Spaß!", sagte er lediglich, nachdem er am Ende Chuck Berrys 'Run Run Rudolph' zum Besten gab. 

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Nach dem #Raabschied

Doch was wird jetzt aus Stefan Raab? Fünf Optionen liegen nahe.

 

Produzent Raab - Wahrscheinlichkeit sehr hoch

 

Vielleicht wechselt der Entertainer und Moderator künftig ja nur vollständig die Seite. Während Raab in all seinen teils selbst erdachten TV-Formaten immer auch vor der Kamera zu sehen war, könnte er sich nun voll und ganz auf eine Produzententätigkeit fürs Fernsehen konzentrieren. An ausgefallenen und besonderen Ideen hat es ihm bekanntlich nie gemangelt.

Er wäre nicht der erste Talkmaster, der hinter der Kamera erfolgreich bleiben würde: Auch die ehemalige Polit-Talkerin Sabine Christiansen (58) agiert heute vor allem als Produzentin. Als langjährige Geschäftsführende Gesellschafterin der Produktionsfirma TV21 produziert sie nationale sowie internationale Dokumentationen, TV-Shows und Magazine.

 

Musiker Raab - Wahrscheinlichkeit hoch

 

Als Produzent kennt man Raab vor allem auch aus der Musik-Branche: Der TV-Moderator hat in den vergangenen 20 Jahren aber nicht nur einen Song nach dem anderen produziert ("Taken by a Stranger", "Can't Wait Until Tonight"), des Öfteren griff Raab auch selbst zum Mikrofon - mit Erfolg: "Wadde hadde dudde da?" (2000), "Maschen-Draht-Zaun" (1999) oder "Hier kommt die Maus" (1996) sind zwar allesamt keine musikalischen Meisterleistungen, mitsingen kann man die Ohrwürmer aber auch heute noch.

Hinzukommen seine besonderen Verdienste um den "Eurovision Song Contest". Unter seiner Ägide hat die Vertreterin Deutschlands, Lena Meyer-Landrut (24), mit "Satellite" 2010 zum zweiten Mal in der Geschichte des Wettbewerbs den ersten Platz geholt. Beim erneuten Antreten ein Jahr später konnte das Team mit "Taken by a Stranger" den Erfolg allerdings nicht wiederholen: Platz 10.

Seine ESC-Karriere begann Raab 1998 mit Guildo Horn und dessen Song "Guildo hat euch lieb!". Unter dem Pseudonym Alf Igel hatte Raab das Stück komponiert und produziert. Ergebnis: Platz 7 im Wettbewerb, Platz 4 in den deutschen Charts. 2000 trat Raab mit "Wadde hadde dudde da?" selbst an: Platz 5. 2004 fand er Max Mutzke in einer TV-Show: "Can't Wait Until Tonight" landete beim ESC auf Platz 8. Und auch nach Lena versuchter er es noch einmal: Roman Lob performte sich mit "Standing Still" ebenfalls auf die 8.

Ob also als Produzent, Komponist oder Interpret - Stefan Raab könnte nach seiner TV-Karriere endgültig und bequem in die Musikbranche übersiedeln.

 

Schauspieler Raab - Wahrscheinlichkeit niedrig

 

Auch Harald Schmidt ("Harald Schmidt Show"), neben Raab der deutsche Late-Night-Talker schlechthin, redet heute nicht mehr nachts. Der 58-Jährige macht aber sehr wohl noch von sich reden, zuletzt als neuer "Tatort"-Chef im Schwarzwald. Ab 2016 dreht das TV-Urgestein an der Seite von Eva Löbau und Hans-Jochen Wagner für den SWR. Was Raab angeht, gibt es nicht viel, das er noch nicht ausprobiert hat. Filme und Serien zu drehen, wäre aber Neuland für ihn. Ob ihn im Ruhestand noch einmal die Lust packen wird, bleibt abzuwarten.

 

Privatier Raab - Wahrscheinlichkeit sehr niedrig

 

Bei all dem kreativen Tatendrang, den er mit neuen Formaten wie der "TV total Wok WM", "Unser Song für..." oder der "TV total Stock Car Crash Challenge" ein ums andere Mal unter Beweis gestellt hat, ist es schwer vorstellbar, dass sich der 49-Jährige tatsächlich einfach zur Ruhe setzt. Raab als Privatier - eigentlich keine Option. Oder doch? Eine goldene Nase hat sich der Entertainer sicherlich längst verdient, einem entspannten Rentnerdasein stünde also nichts mehr im Weg.

 

Erfinder Raab - Wahrscheinlichkeit hoch

 

Wäre da nicht dieser unersättliche Drang nach Kreativität, Umsetzung und Erfinden. Groß war die Verwunderung im Sommer 2013, als Raab seinen ersten eigenen Duschkopf (!) der Öffentlichkeit präsentierte. Eine Dusche ohne nasse Haare ist der Daseinsgrund von "Doosh". "How Do You Doosh?", fragt die Werbekampagne von Butlers, Raab sagt: "Klare Anforderungen brauchen klare Lösungen. Und deshalb hab ich Doosh erfunden."

Sollte Raab tatsächlich die Freude am deutschen Showgeschäft vergangen sein, so könnte er nun zu Hause weitertüfteln und fleißig erfinden. Zu verübeln wäre es ihm nach all den Jahren bei Viva und ProSieben nicht.

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