Hollywood Blog by Jessica Mazur

Was bin ich manchnal froh, kein Star zu sein

Was bin ich manchnal froh, kein Star zu sein
Was bin ich manchnal froh, kein Star zu sein

von Jessica Mazur

 

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Ich glaube, manchmal muss es echt nerven, ein Hollywood-Star zu sein! Klar, auf den ersten Blick haben die A-List-Celebrities alles, was man sich wünschen kann: Geld, Ruhm, Luxus... Aber auf den zweiten Blick wird deutlich: Sie haben, zumindest hier in Hollywood, so gut wie NULL Privatsphäre.

Ich habe erst heute wieder irgendwo ein Foto von Britney Spears gesehen, die vermutlich wie jeden Tag auf dem Weg zu Starbucks war. Eigentlich also eine relativ unspektakuläre Situation. Trotzdem war das Brit-Mobil umschwärmt von mindestens 50 Personen. Fotografen, Kameraleute, Autogrammjäger, ein paar Polizisten..., kurz und gut: eine ganze Horde aufgeregter Menschen, die alle versuchten, möglichst nahe an Britneys weißen Mercedes zu kommen. Und da in Los Angeles die Zahl der Paparazzi noch schneller wächst als Unkraut, sind solche und ähnliche Szenarien für Stars wie Miss Spears und andere „big names" der Entertainment Branche mittlerweile ALLTAG! Was für ein Horror! Und das ist längst nicht alles. Denn wie ich am Wochenende gelernt habe, sind Fotografen und Kameraleute nicht die einzigen, die versuchen, möglichst weit in die Privatsphäre der Promis einzudringen. Auf einer Party bin ich nämlich mit einem Mann ins Gespräch gekommen, der wie sich herausstellte, 'Private Investigator', also Privatdetektiv ist. Ich hatte natürlich sofort das Bild eines Sugar Daddys im Kopf, der ihn anheuert, um herauszubekommen, was die 20-jährige Ehefrau tatsächlich mit dem Fitness Trainern treibt, schließlich ist das hier L.A...., wurde aber von der Spürnase aufgeklärt, dass er in erster Linie nicht von gehörnten Ehemännern, sondern – man höre und staune – von Klatschmagazinen engagiert wird! Einzig und allein, um möglichst pikante Details aus den Leben der Stars ans Licht zu bringen. Je ungewöhnlicher und dunkler die Geheimnisse, desto besser!

Typisch! Überall auf der Welt heuert man (wenn überhaupt) Privatdetektive an, um die Wahrheit ans Licht zu bringen, hier in Hollywood dagegen, um den Gossip-Magazinen gute Geschichten und Coverstories zu liefern... Und wenn man dem Typen Glauben schenken darf, dann ist der Promi-Job im Vergleich zu herkömmlichen Aufträgen auch noch so lukrativ, dass er sogar extra seine Detektei von New York nach Los Angeles verlegt hat.

Vielleicht sollte ich mir den Besuch der 007-Schule, von der ich am Freitag berichtet habe, also doch noch mal überlegen...;-) Aber mal ehrlich, die Promis können einem doch schon ein bisschen Leid tun, schließlich müssen sie ständig auf der Hut sein, dass nicht irgendein Sherlock Holmes ihren Müll durchwühlt oder sonst wie irgendwelche Geheimnisse ans Licht bringt.

Was das angeht, bin ich also wirklich froh, nicht prominent zu sein. Ich habe zwar keine 10-Millionen-Dollar-Villa mit Blick aufs Meer, aber dafür immerhin meine Ruhe! Und die Gewissheit, dass vermutlich nie jemand erfahren wird, dass ich einmal.... Sorry, aber das wäre jetzt echt zu PRIVAT... :-)!

Viele Grüße aus Lalaland von Jessica Mazur

Was bin ich manchnal froh, kein Star zu sein
© Bild: Jessica Mazur