Warum Seeed sogar die Karibik zum Kochen bringt

Seeed ist eine Band aus Berlin
Die erfolgreiche Band Seeed © picture alliance / ZB, Jens Kalaene

Seeed: Die erste deutsche Band in den karibischen Charts

Auf den Konzerten von Seeed herrschte immer ein hoher Stimmungspegel, wenn die elf Musiker auf der Bühne ihre Show abzogen und die Hits 'Music Monks' oder 'Waterpumpee' performten. Bereits kurz nachdem sich die Band 1998 in Berlin zusammengeschlossen und ihre ersten öffentlichen Auftritte absolviert hatte, war sie schon in aller Munde.

- Anzeige -

Der deutsche Filmregisseur Lars Becker nutzte im Jahr 2000 den Song ‚Top of the City‘ für den Soundtrack seines sozialkritischen Films ‚Kanak Attac‘. Kurz darauf veröffentlichten die ausgebildeten Musiker im Jahr 2001 ihr erstes Album ‚New Dubby Conquerors‘. Danach ging alles Schlag auf Schlag: Auftritt als Vorgruppe von ‚R.E.M.‘ vor dem Kölner Dom, Gastauftritt im Kinofilm ‚Fickende Fische‘, Gigs auf europäischen Festivals und in Clubs. Im Jahr 2003 folgte das Album ‚Music Monks‘. Die darauf enthaltenen Songs ‚Waterpumpee‘ und ‚Shake Baby Shake‘ wurden bis in karibische Regionen bekannt. So landete Seeed als erste deutsche Band in den Charts auf Trinidad und Tobago, später auch auf Jamaika.

Etwa 1,5 Milliarden Menschen im Stadion und an den Fernsehbildschirmen waren dabei, als die Band den Eröffnungsact bei der ‚Fußball-WM‘ 2006 in München absolvierte. Für ihre Shows und die Performance wurde Seeed zwischen 2002 und 2003 drei Mal in verschiedenen Kategorien mit dem deutschen Musikpreis ‚Echo‘ geehrt. 2006 gewannen sie den ‚Bundesvision Song Contest‘ mit dem Lied ‚Ding‘. Für das 2005 veröffentlichte Album ‚Next!‘ bekam Seeed die ‚Goldene Schallplatte‘ verliehen. Nach einer kurzen Schaffenspause und der erfolgreichen Solo-Produktionen von Pierre Baigorry alias ‚Peter Fox‘ mit dem Album ‚Stadtaffe‘, Demba Nabé alias ‚Boundsound‘ mit dem gleichnamigen Album und Frank A. Dellé alias ‚Dellé‘ mit dem Album ‚Before I Grow Old‘ fand sich die Band 2010 wieder zusammen.

Sie blieben weiterhin Festival-Anheizer und veröffentlichten 2012 das vierte Studioalbum ‚Seeed‘. Hier schlugen die Musiker auch ruhigere Töne an – neben schweißtreibenden Rhythmen fanden sich chillige Lieder wie ‚Beautiful‘ und ‚Deine Zeit‘. Die Single mit Namen ‚Cherry Oh‘ kam 2014 auf den Markt. Auch in den folgenden Jahren arbeitete die Band unermüdlich an neuen Songs. Den elf Musikern gingen nicht so schnell die Ideen aus, wenn es sich um Themen wie Party, Stressabbau und Katerstimmung handelte.

— ANZEIGE —