Walter Sittler arbeitete als Taxifahrer

Walter Sittler arbeitete als Taxifahrer
Walter Sittler © Cover Media

Walter Sittler (63) erinnert sich gerne an seine Zeit als Taxifahrer zurück.

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Aufregende Begegnungen

Auch große Stars fangen klein an. Der TV-Liebling ('Nikola') finanzierte sich sein Schauspielstudium etwa als Taxifahrer. "Damals, 1979, konnte man als Taxifahrer in München noch ganz gut Geld damit machen. In einer Nacht konnte ich durchschnittlich 150 Mark verdienen", erinnerte er sich jetzt im Interview mit der 'B.Z.' und berichtete von interessanten Begegnungen, zum Beispiel mit Prostituierten: "Die waren oft ganz froh, mal mit jemand Normalem zu sprechen, der nichts von ihnen will. Ich stand auch mal eine halbe Stunde vor einer Haustür, weil wir noch so lange miteinander sprachen. Dann drückte mir die Dame 50 Mark Trinkgeld in die Hand mit den Worten: 'Zeit ist Geld - ich weiß das!' Es war eine interessante, gute Zeit!"

Auch einen CSU-Abgeordneten habe er nach einem Landesparteitag chauffiert. Der "beleibte Herr aus Niederbayern" bat Walter Sittler um besondere Hilfe: "Wo geht man denn hier hin?", habe er ihn gefragt. "Ich wusste, was er meinte. 'Ich wüsste eine Adresse', sagte ich. Er: 'Fahren Sie mich hin.' Dann kamen wir beim Etablissement an, klingelten, er ging hinein. Fünf Minuten später kam eine der Damen heraus, drückte mir 50 Mark Trinkgeld in die Hand und sagte 'Vielen Dank, Sie können fahren.' Das musste er natürlich bezahlen. Der Politiker kam übrigens von einem Parteitag, bei dem es um Familienpolitik ging."

Heute verdient Walter Sittler sein Geld als Schauspieler. Erst am Wochenende konnte er mit einer neuen Folge der Krimireihe 'Der Kommissar und das Meer' 7,11 Millionen Zuschauer vor die Bildschirme locken. Und auch das Theater hat er nicht vergessen. "Die Bühne ist für mich Heimat, da habe ich angefangen, das will ich nie aufgeben. Und ich möchte auch immer wieder wissen, ob ich es noch kann", verriet er dem 'Südkurier'. Der Kontakt zum Publikum sei zudem "durch nichts zu ersetzen", betonte Walter Sittler.

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