Wachtveitl und Nemec: 22 Jahre beim 'Tatort'

Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl
Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl © coverme.com

Udo Wachtveitl (55) und Miroslav Nemec (59) sind in ihren 22 'Tatort'-Jahren zu einem richtig "guten Team" geworden.

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66. Jubiläum des Ermittler-Teams

Der Münchner ('Das geteilte Glück') und der gebürtige Kroate ('Kreuzfahrt ins Glück - Hochzeitsreise nach Australien') sind den meisten als Ermittler-Duo Leitmayr und Batic aus dem Münchner 'Tatort' bekannt. Erst gestern gingen die beiden wieder gemeinsam in der Folge 'Allmächtig' auf Verbrecherjagd - ihr 66. Fall in 22 Jahren. Mit diesem Jubiläum sind die Schauspieler ihren 'Tatort'-Kollegen weit voraus: Kein Ermittler-Team hat mehr Verbrecher dingfest gemacht als Wachtveitl und Nemec: "Wir ermitteln zwar nicht am längsten, aber haben die meisten Folgen gedreht", erklärte Wachtveitl im Interview mit 'bild.de'.

Als die beiden erstmalig gemeinsam für den 'Tatort' vor der Kamera standen, hätten sie sich nie träumen lassen, dass sie 22 Jahre später noch immer für die Erfolgsserie drehen. "Um Gottes Willen, niemals ...", rief Nemec aus und sein Kollege erinnerte sich: "Als wir angefangen haben, hat uns der Sender gebeten, dass wir uns für sechs Folgen verpflichten. Das haben wir damals abgelehnt, das war uns zu unkünstlerisch."

Damals kannten sich die beiden auch noch nicht wirklich und da sie sehr unterschiedliche Charaktere haben, kam es durchaus mal zu Reibereien: "Früher hat mir der etwas gockelhafte Spielstil von Miro gar nicht gefallen", verriet Wachtveitl, der "Macho-Männer" im Fernsehen nie mochte. Doch im Laufe der Jahre sind die beiden ein richtig gutes Team geworden: "Zu Beginn waren wir Solisten. Heute sind wir ein gutes Team. Jeder Schauspieler will im Mittelpunkt stehen. Besonders wenn man jung ist. Aber wir haben gelernt, dass wir als duales System sehr gut funktionieren", sagte Nemec.

Und was ist wohl das Erfolgsrezept des Duos, das auch nach 22. Jahren immer noch zu dem beliebtesten 'Tatort'-Teams zählt? "Vielleicht, dass wir weitestgehend auf Mätzchen verzichten", sinnierte Udo Wachtveitl gegenüber der Münchner Abendzeitung und Miroslav Nemec fügte hinzu: "Wir haben meistens auch gute Bücher und Themen. Gut ist, wenn man nichts mehr weglassen kann. Also jede einzelne Szene sollte wichtig sein, und das gleiche gilt für die Dialoge. Unsere Kontinuität zu wahren, das ist ein Erfolgsrezept."

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