Hollywood Blog by Jessica Mazur

Vor diesem Pummel fürchtet sich Hollywood

Vor diesem Pummel fürchtet sich Hollywood
Vor diesem Pummel fürchtet sich Hollywood

von Jessica Mazur

Wer es in Hollywood zu Ruhm und Ansehen (und natürlich auch zu Geld) bringen will, hat dazu mehrere Möglichkeiten. Einige davon sind, einen Blockbuster zu drehen, ein paar Hits aufzunehmen oder sich einen A-List Promi zu angeln und es so auf dem "second hand Weg" ins Scheinwerferlicht zu schaffen - Hallo, Sarah Larson...;-). Man kann es in Hollywood aber auch schaffen, wenn man lange genug über Celebrities lästert und möglichst viele Geheimnisse ausplaudert. So geschehen mit Mario Lavandeira. Mario Lavandeira ist besser bekannt unter seinem Pseudonym Perez Hilton und ist der Kopf hinter der mega-erfolgreichen, gleichnamigen hollywoodianischen Webseite, in der er tagaus/tagein über die Stars und Sternchen berichtet. Celebrity Blogger gibt es natürlich viele in Hollywood, aber Perez schreibt im Gegensatz zu den meisten anderen keine Infos aus dem Netz ab, sondern ist hier in der City so gut vernetzt, dass die Leute ihm die "juicy news" direkt zutragen, so dass er oftmals eher über den neusten Gossip berichtet als große Webseiten, wie People.com oder USmagazine.com. Und das zahlt sich aus. Laut Internetberichten hat Perez, der seine Webseite Ende 2004 an den Start brachte, mittlerweile 55 Millionen Seitenaufrufe im Monat, was dazu führt, dass Werbekunden bis zu 9.000 Dollar hinlegen müssen, um auf der Seite der selbsternannten "Queen of all Media" ihre Anzeigen schalten zu dürfen.

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Das führte dazu, dass Perez Hilton, der sich u.a. einen Namen machte, indem er auf seiner Seite homosexuelle Promis outete (Perez ist selbst schwul und bestens informiert in der Szene) nicht nur "Hollywoods Most Hated Website" hat, sondern auch jede Menge Fans und so langsam aber sicher selber zum Star avanciert. Bis vor kurzem sah man Perez zum Beispiel noch im Coffee Bean auf Sunset und Fairfax sitzen und seine Blogeinträge tippen, bei denen er sich in den meisten Fällen über die Promis lustig machte und z.B. Sienna Miller "Sluttienna" oder Avril Lavigne "a douchebag" nennt. Mittlerweile ist das öffentliche Schreiben aufgrund seiner eigenen Popularität aber nicht mehr möglich, denn heute wird Perez, genau wie die Leute über die er schreibt, dafür bezahlt, wenn er sich in der Öffentlichkeit, wie z.B. bei einer Cluberöffnung blicken lässt.

Außerdem hat Perez seine eigene TV Show, seine eigene Radioshow, und wie gerade bekannt gegeben wurde, geht "P-Nasty", wie er sich selbst nennt, jetzt auch noch unter die Designer und bringt seine eigene 'Perez Hilton Gossip Gangster Kollektion' auf den Markt. Nicht schlecht also. Aber damit wagt sich Perez Hilton natürlich auch gleichzeitig auf dünnes Eis, denn normalerweise macht der Mann sich lustig über Stars, die denken, sie könnten plötzlich Designer spielen oder Parfüms kreieren. Aber Perez versichert seinen Fans, er wird nicht nur seinen "guten" Namen für die Designs hergeben, sondern tatsächlich von der Pike auf an der Kollektion beteiligt sein. Nun ja, das sagen sie ja alle...

Ich bin auf jeden Fall gespannt, ob Perez mit sich selbst genauso hart ins Gericht gehen wird wie mit den Stars, über die er auf seiner Seite berichtet und denen er auf Fotos nicht selten Koksflecken unter die Nase oder männliche Geschlechtsteile um den Mund malt. Nach LA zog es Mario Lavandeira übrigens ursprünglich, weil er selber Schauspieler werden wollte. Gut, das hat nicht geklappt, aber ein Celebrity ist er mittlerweile dennoch. Man sieht also, es führen nicht nur viele Wege nach Rom, sondern auch in das hollywoodianische Scheinwerferlicht...;-)

Viele Grüße aus Lalaland von Jessica Mazur

 

Vor diesem Pummel fürchtet sich Hollywood
© Bild: Jessica Mazur