Von Donnersmarck: Lese viele Drehbücher über NS-Zeit nicht

Iris Berben und Florian Henckel von Donnersmarck
Beim Filmsoirée im Berliner Schloss Bellevue diskutierten unter anderem die Schauspielerin Iris Berben und der Regisseur Florian Henckel von Donnersmarck über die Bedeutung des deutschen Films im Ausland. Foto: Bernd von Jutrczenka © DPA

Der Regisseur Florian Henckel von Donnersmarck ("Das Leben der Anderen") bekommt so viele Drehbücher mit Bezügen zur Nazi-Vergangenheit, dass er viele davon nicht mehr anschaut.

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"Ich muss zugeben, dass ich die meisten davon gar nicht mehr lese", sagte der 42-Jährige im Berliner Schloss Bellevue. Da wiederholten sich oft viele Filmklischees. "Also verwende ich die Zeit lieber darauf, selber zu schreiben."

Nach Angaben des Medienboards Berlin-Brandenburg arbeitet der Oscar-Preisträger aktuell an einem neuen Spielfilm. In "Werk ohne Autor" soll ein junger Künstler seine Erlebnisse aus den NS- und SED-Diktaturen verarbeiten. In Berlin diskutierte Henckel von Donnersmarck mit der Schauspielerin Iris Berben und den Regisseuren Volker Schlöndorff ("Die Blechtrommel") und Caroline Link ("Nirgendwo in Afrika") etwa über die Bedeutung deutscher Filme im Ausland.

Er glaube, grundsätzlich sei die Stimmung gegenüber dem deutschen Film sehr positiv, sagte Henckel von Donnersmarck. Das merke man auch in Los Angeles. Bei der Soirée im Schloss Bellevue gab es auch ein Ständchen fürs Publikum - wenn auch nur in Playback. Das Ensemble des Films "Comedian Harmonists" (1997) tat sich noch einmal zusammen, um im Frack einige Lieder nachzustellen. Inklusive Handkuss von Ben Becker für die Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU).


dpa
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