Hollywood Blog by Jessica Mazur

Von Angelyne kann sich Kim Kardashian noch eine Scheibe abschneiden

Angelyne ist in Hollywood bekannt wie ein bunter Hund.
Angelyne ist quasi die Erfinderin der Eigenvermarktung – und zwar im Großformat. © AKM-GSI / Splash News

von Jessia Mazur

Ich war am vergangenen Wochenende hier in LA auf einer Kunstausstellung von Angelyne eingeladen, Hollywood's Billboard Queen. Ein Erlebnis der ganz besonderen Art ...

- Anzeige -

Angelyne wurde Mitte der 80er-Jahre berühmt, nachdem überall in LA Billboards von ihr auftauchten, auf denen sie sich halbnackt räkelte. Darüber hinaus war auf den Plakaten nichts weiter zu lesen, als ihr Name und die Telefonnummer ihres Agenten. Self-Promotion der allerersten Stunde sozusagen. Nicht umsonst gilt Angelyne auch heute noch in Hollywood als die Mutter der 'Famous for Being Famour'-Generationen.

Durch ihre Werbung in eigener Sache konnte Angelyne in den 80ern und 90ern sogar ein paar Cameo-Rollen in einigen Hollywood-Produktionen ergattern. Doch in den vergangenen Jahren wurde es immer stiller um die schrille Blondine. Ab und an mietet Angelyne allerdings noch immer ein Billboard auf eigene Faust. Darüber hinaus fährt sie regelmäßig mit ihrer pinkfarbenen Corvette durch LA und malt – wie es scheint – Bilder. Von sich selbst. Und die gab's in der kleinen Kunst-Galerie MODA auf dem Sunset Boulevard zu sehen und zu kaufen.

Los ging's am Samstagabend um 19 Uhr, und es dauerte nicht lange, da stöckelte Angelyne auch schon samt Bodyguard durch die Tür. Mein erster Gedanke: Ach herrje. Die Frau soll inzwischen 57 Jahre alt sein. Ob das stimmt oder ob sie sich in echter Hollywood-Manier ein paar Jahre jünger geschummelt hat, lassen wir mal so im Raum stehen ... Ihr Gesicht versteckt sie inzwischen auf jeden Fall hinter einem Fächer. Wenn der doch mal verrutscht, wird das Ergebnis mehrere Schönheits-OPs sichtbar. Ihr Alter hielt Angelyne aber nicht davon ab, sich wie auf den Billboards aus den 80ern zu kleiden: pinkfarbenes Mega-Mini-Kleid, High Heels, ganz offensichtlich kein Höschen drunter und das Ganze kombiniert mit wasserstoffblonder, auftoupierter Mähne. Ihr Bodyguard trug einen weißen Anzug, Föhnwelle und jede Menge Make-up. Was für ein Paar!

Angelyne begab sich dann auf direktem Weg in den hinteren Raum der Galerie, um mit den Gästen Fotos zu machen. Allerdings nur mit denen, die bereit waren, pro Foto zehn Dollar zu bezahlen. What? Alternativ konnte man auch eins ihrer 60 Dollar teuren T-Shirts erwerben. Oder natürlich eins ihrer Kunstwerke kaufen. Die sahen alle ziemlich gleich aus, denn Angelyne malt nur sich selbst: mal halbnackt, mal ganz nackt – so eine Art Selfie Vorreiterin ist sie also auch. Die Preise: zwischen 100 und 1.500 Dollar. Das Verrückteste an der Sache: Die Leute griffen tatsächlich zu. Bei den T-Shirts, bei den Bildern, und immer wieder wurden ihrem Bodyguard, der zeitgleich auch als Fotograf agierte, zehn Dollar für ein Foto zugeschoben.

Wir halten fest: Der ganz große Durchbruch ist der Blondine zwar nie gelungen und mir persönlich war das alles auch etwas 'too much', aber die Dame hat ohne Frage ihre Anhänger hier in der Stadt. Auf Nachfrage bei einer Frau, die an dem Abend ein 300 Dollar teures Bild erworben hatte, warum sie sich die nackte Angelyne ins Haus holt, entgegnete diese: "Because she is cult." Na dann ...

Fotos von dem Event könnt ihr euch auf www.Facebook.com/HollywoodBlog anschauen - und zwar ganz ohne dafür zu bezahlen ;-)

Viele Grüße aus Lalaland sendet

Jessica Mazur berichtet für VIP.de aus Hollywood.
Unsere Hollywood-Bloggerin Jessica Mazur auf pinker Mission.