Volbeat: Voodoo-Priesterin und spirituelle Mächte

Volbeat
Volles Rohr mit Volbeat. Foto: Nathan Gallagher © DPA

Volbeat sind nicht aufzuhalten. Das dänische Rock-Schwergewicht hat nach Europa auch in den USA zum Siegeszug angesetzt. Gerade sind Bandleader Michael Poulsen & Co. zurück aus den Staaten - und es kann vermeldet werden: Der Durchbruch ist gelungen.

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"Wir haben dort unsere erste Goldene Schallplatte erhalten. Wir können dort als Headliner touren und in großen Arenen spielen", erzählt Poulsen nicht ohne Stolz der Deutschen Presse-Agentur.

Das neue Album "Seal The Deal & Let's Boogie" soll nun die Erfolgsgeschichte vorantreiben. Der 6. Longplayer ist wesentlich melodiöser und zahmer als sein Vorgänger ausgefallen. Gegen die Vermutung, der Hauptkomponist haben beim Schreiben der Songs den amerikanischen Mainstream-Markt im Auge gehabt, wehrt er sich vehement: "Auf keinen Fall. Ich möchte niemand anderem gefallen, außer mir selbst." Für das Schreiben der Songs habe er sich dieses Mal besonders viel Zeit gelassen. "Ich habe mich ein halbes Jahr in mein Haus zurückgezogen und in entspannter Atmosphäre an allen Details gefeilt. Ich bin sehr stolz darauf", teilte der Sänger zufriedene mit.

In einem der neuen Songs geht es um die mythenumrankte Voodoo-Priesterin Marie Laveau, die im 18. Jahrhundert in New Orleans wirkte. "Ich bin einfach fasziniert von spirituellen Mächten", erklärte Poulsen und überraschte mit seiner Motivation für das Stück: "Mit dem Song versuche ich, sie quasi wieder zum Leben zu erwecken. Ich möchte sie als Medium benutzen, um mit meinem toten Vater in Kontakt zu treten."

Nach Millionen von verkauften Alben und unzähligen Auszeichnungen ist der schwer tätowierte Elvis-Fan Poulsen schon länger in die Riege der Rockstars aufgestiegen. Für den Erfolg sei er "sehr dankbar", seine Band habe dafür aber auch hart gearbeitet. "Wir sind ständig auf Tour, obwohl wir manchmal lieber mit unseren Familien oder Freundinnen zusammen wären."

Mit seiner Partnerin lebt Poulsen außerhalb von Kopenhagen auf dem Land. "Die einzigen Nachbarn, die ich habe, sind ein paar Ziegen, Kühe und Hunde", berichtet der 41-Jährige. Hier entspannt er vom kräftezehrenden Tourleben.

Für den Volbeat-Boss gibt es aber auch zu Hause viel Arbeit zu erledigen. Jeden Tag steht er um 6.00 Uhr morgens auf und geht mit seinem Hund joggen. Anschließend setzt er sich an den Rechner, liest und schreibt E-Mails, telefoniert und vereinbart Termine - vom glamourösen Rock'n'Roll-Leben keine Spur. Der geschäftliche Aspekt ist eben auch wichtig. Doch die nächste Tour kommt bestimmt und Poulsen freut sich schon jetzt: "Sobald ich meine Sachen packe und in den Bus steige, kommt wieder dieses ganz bestimmte Kribbeln."


dpa
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