VIP.de trifft - Megan Fox im Interview

VIP.de trifft - Megan Fox im Interview
© Mandatory Credit: HRC/ WENN.com, HRC

Megan, was läuft da mit Shia?

Im Interview erzählte uns die „Sexiest Woman of the World“, wie sie vor ihrer Filmkarriere am Hungertuch nagte. Heute sieht ihr Leben ganz anders aus. Perfekt gestylt, aber mit ernstem Blick kam sie zum Termin und plauderte ohne Vorbehalte über ihre Trennung, sexuelle Tabus und das Gefühl, stets als billige Kopie von Angelina Jolie betrachtet zu werden. Nur bei der Frage nach Filmkollege Shia LaBeouf wurde sie plötzlich ganz schüchtern.

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Interview: Sebastian Schmidt

Wie hat es dir gefallen, dich in „Transformers – Die Rache“ auf der Leinwand zu sehen?

Ich kann es nicht leiden, Filme von mir anzusehen. Ich kann mir noch nicht mal selbst zuhören, weil ich meine Stimme nicht ausstehen kann. Keine Ahnung woher das kommt, aber viele Schauspielerinnen können das nicht. Pam Anderson und Rene Russo schauen sich auch nichts von sich selbst an. Das ist nichts Besonderes.

Im Film gibt es sehr viele Explosions-Szenen. Wie groß ist der Druck, wenn man weiß, dass man solche Szenen nur einmal drehen kann?


Ich genieße es, unter Druck zu arbeiten. Das ist sehr aufregend. Wenn du derjenige bist, der es verbockt, musst du die Verantwortung übernehmen. Das kostet die Produktion Millionen Dollar. Darum verbockt man es auch nicht und macht alles richtig.

Deine Figur Mikaela sagt im Film „Frauen mögen gefährliche Jungs“. Ist das auch deine Meinung?
Nein, ich mag Jungs, die Gedichte schreiben und Akustik-Gitarre spielen (lacht). Ich mag einfühlsame und schüchterne Männer. Als ich ein Teenager war, stand ich auf gefährliche Typen. Aber jetzt nicht mehr. Man wird erwachsen, und einem wird klar, dass solche Jungs dir nichts zu bieten haben. Sie sind Zeitverschwendung.

Die Hauptcharaktere Sam und Mikaela haben im Film ein Problem damit, „Ich liebe Dich“ zu sagen. Würdest du es in einer Beziehung als erstes sagen?
Nein, denn es geht um Kontrolle und wenn er es als erster sagt, ist er der Verlierer. Ich sage es eigentlich nie, weil ich eher schüchtern bin.

Hast du es denn schon mal zu jemandem gesagt?

Natürlich, ich war sechs Jahre in einer Beziehung. Aber wenn du es einmal gesagt hast, sagst du es jeden Tag. Dann verliert es seine Bedeutung.

Am Anfang des Films sitzt du in knapper Kleidung auf einem Motorrad. Hattest du ein Problem damit, mit solch einer Szene eingeführt zu werden?


Nein, das ist schließlich meine Aufgabe in dem Film. Hätte ich in der Szene einen Shakespeare-Monolog halten sollen? Ich kann mich nicht dagegen wehren, die Rolle auf diese Weise zu spielen.

Machen es solche Rollen nicht schwer, auch ernsthafte Rollen zu spielen?

Nein, ich denke, dass einzige was entscheidet, ob du ernsthafte Rollen spielen kannst, ist deine eigene Leistung. Jede Schauspielerin hat schon mal sexy Fotoshoots gemacht und solche Rollen gespielt.

Du musstest für den Film acht Pfund zulegen. Ist dir das schwer gefallen?


Nein, ich habe es für den Job gemacht. Es ging nur um eine Konfektionsgröße. Für den Film hatte ich Größe 25. Seitdem habe ich wieder sieben Pfund abgenommen.

Ist es wahr, dass du die Rolle der Lara Croft abgelehnt hast?


Ich habe sie niemals abgelehnt, weil mir die Rolle nie angeboten wurde.

Du wirst immer mit Angelina Jolie verglichen. Wie fühlst du dich damit?


Die Medien kreieren immer diese Vergleiche: Rihanna ist die neue Beyoncé, Shia LaBeouf ist der neue Tom Hanks. Das sind absurde Vergleiche. Das ist nur eine Masche, um über uns zu berichten, wenn es keine bessere Geschichte gibt. Es ist aber sicher kein Nachteil für meine Karriere.

Angelina hat angeblich Angst vor dir, weil du eine jüngere Version von ihr bist.

Wo hast du das denn gelesen (lacht)? Ich glaube, sie weiß nicht mal, wer ich bin. Das ist Bullshit.

Magst du den Vergleich mit Angelina?


Ich glaube, dass niemand gerne verglichen wird. Ich will nicht in eine Schublade gesteckt werden. Ich bin keine wilde, Männer fressende Femme Fatale. Ich bin genau das Gegenteil, ich bin albern und zurückhaltend.

Nicht zuletzt wirst du auch wegen deiner vielen Tattoos mit Angelina verglichen. Werden es noch mehr?
Es sind schon neue geplant. Ich habe Tattoos, seit ich ein Teenie war und dumme Entscheidungen getroffen habe. Sie sind für immer auf deinem Körper, und es ist sehr schmerzhaft, sie zu entfernen. Aber sie machen süchtig. Ich habe ein kleines auf dem Nacken. Es symbolisiert Stärke. Es ist lächerlich (lacht). Es ging nicht darum, eins zu haben. Vielmehr war es cool, eins gestochen zu bekommen. Sich hinzusetzen und fünf Minuten Schmerzen zu ertragen.

Ist jemand wie Diablo Cody (Drehbuchautorin von „Juno“ und „Jennifer’s Body“, war zwischenzeitlich Stripperin und macht aus ihrer Sexualität nie einen Hehl.) ein Vorbild für dich?

Ich schätze sie sehr, weil ich einiges mit ihr gemeinsam habe. Vor allem ihr Humor im Bezug auf Sex. Sie findet nicht, dass Sex ein Tabuthema ist oder Frauen Schlampen sind, die darüber reden. Ich habe dieselbe Einstellung. Ich verstehe nicht, warum es eine große Sache ist und als schmutzig gilt, wenn Frauen in der Öffentlichkeit über Sex reden. Ich weiß nicht, ob du ihr Buch „Candy Girl“ gelesen hast, es ist witzig und widerlich. Ich liebe sie. Sie ist großartig.

Als du nach Hollywood gekommen bist, hattest du kein Geld. Kannst du dir das heute noch vorstellen?
Seitdem hat sich viel geändert. Ich kam aus einer echt armen Familie. Bevor ich meinen ersten Job bekam, hatte ich ein Date mit meinem Freund, und ich musste meine Beine rasieren, aber ich konnte es mir nicht leisten, eine Packung Rasierer im Laden zu kaufen. Ich war völlig mittellos. Das änderte sich mit der Zeit, so dass ich mich an mein neues Leben gewöhnen konnte. Ich hatte nicht ganz plötzlich Millionen auf dem Konto.

Im Film bist du eifersüchtig, weil dein Freund ein anderes Mädchen küsst. Würdest du dich selbst als eifersüchtig bezeichnen?
Wenn du in einer Beziehung bist, und dein Freund eine andere küsst, ist das natürlich ein Grund eifersüchtig zu werden. Ich date aber auch keinen Mann, der alleine mit seinen Jungs um die Häuser zieht. Das ist nicht mein Typ Freund.

Wie steht es um deine Beziehung mit Brian Austin Green?

Ich bin derzeit in keiner festen Beziehung. Wir waren verlobt, und da ist es das Ziel verheiratet zu sein. Und das ist kein realistisches Ziel für eine 23-Jährige. Aber er ist immer noch ein Teil meines Lebens.

Im Film machen du und Shia ein gutes Paar. Wäre er der Typ Mann, in den du dich verlieben könntest?
Ich mag Shia sehr (kichert schüchtern).

Vielen Dank für das Interview.

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