Vicky Leandros hat ihren Beruf anfangs vor ihren Kindern verheimlicht

Vicky Leandros: "Meine Kinder haben mehr Talente als ich"
Vicky Leandros ist nicht nur Sängerin, sie ist auch stolze Mutter von drei Kindern © Walter Kober

Am 20. April startete Vicky Leandros (63, "Ich weiß, dass ich nichts weiß") in Berlin ihre Jubiläumstournee "Das Leben und ich - Live 2016". Seit fünf Jahrzehnten steht die deutsch-griechische Gesangs-Ikone auf der Bühne. Warum ihre Kinder anfangs gar nicht wussten, dass ihre Mutter Sängerin ist, verrät sie im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news.

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Die stolze Mutter im Interview

 

Frau Leandros, Sie sind Mutter von drei Kindern. Haben Sie ihnen je von der Bühne abgeraten?

 

Vicky Leandros: Nein, ich habe sie was das angeht sehr freiheitlich erzogen. Meine Kinder wussten übrigens die ersten Jahre auch nicht, dass ich singe. Ich habe das nie erwähnt und ihnen auch nie die Auftritte gezeigt. Davon haben sie erst später erfahren. Mir war es immer wichtig, dass meine Kinder aus meinem Schatten herauswachsen und ihre eigene Persönlichkeit bilden. Und ich glaube, das habe ich geschafft.

 

Wollte wirklich nie eines Ihrer Kinder in Ihre Fußstapfen treten?

 

Leandros: Meine Kinder haben mehr Talente als ich. Alle drei haben studiert, sind auch in Mathematik und Physik weitaus besser als ich es je war. Im Gegensatz zu mir sind sie auch sportlich. Ja, und sogar musikalisch. Aber den Beruf haben sie verneint. Die sind einfach zu klug dazu. Immer wenn ich über meine Kinder spreche, bin ich sehr stolz auf sie. Sie haben inzwischen ihren Weg gefunden und sind erfolgreich in ihren Berufen.

 

Sie selbst sind schon mit 13 Jahren auf der Bühne gestanden.

 

Leandros: Ich bin damals mit fünf Jahren nach Deutschland gekommen. Mit 13 stand ich aber eigentlich auch noch nicht wirklich auf der Bühne, sondern habe meine ersten Singles wie "Messer, Gabel, Schere, Licht" aufgenommen und bin weiterhin zur Schule gegangen. Aber mit 15 kam dann schon der erste Eurovision in Wien.

 

Wo Sie damals den vierten Platz holten. 1972 haben Sie dann sogar für Luxemburg den Grand Prix Eurovision de la Chanson gewonnen. Verfolgen Sie den Eurovision Song Contest heute noch?

 

Leandros: Ich schaffe es zeitlich nicht immer, das alles zu verfolgen. Aber mich interessiert das schon noch.

 

Was halten Sie denn von unserer deutschen ESC-Hoffnung Jamie-Lee Kriewitz?

 

Leandros: Jamie-Lee finde ich sehr gut, weil sie so ungewöhnlich ist.

 

Ungewöhnlich ist auch Ihr Sprachtalent. Haben Sie schon früh gemerkt, dass Sie ein solches besitzen?

 

Leandros: Ja, ich konnte Sprachen schon immer schnell lernen und das war natürlich auch gut für meine Gesangskarriere. Denn so war ich schon als junge Sängerin international gefragt. Wir hatten jedes Jahr eine deutsche, eine französische, eine englische und eine griechische Platte aufgenommen.

 

In welcher Sprache singen Sie am liebsten?

 

Leandros: In der französischen Sprache. Ich bilde mir ein, dass ich mich in der französischen Sprache besser ausdrücken kann. Und der Chanson kommt ja auch schließlich aus Frankreich.

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