Verhaftete Protest-Promis: "Jackass"-Star Steve-O ist nicht der Erste

Verhaftete Protest-Promis: "Jackass"-Star Steve-O ist nicht der Erste
Lassen sich nicht so schnell einschüchtern: Daryl Hannah, Steve-O und George Clooney (v.l.) © [M] Richard Shotwell/Jordan Strauss/Jonathan Short/Invision/AP

Viele Stars setzen sich zwar für die gute Sache ein, aber nur wenige würden dafür auch ins Gefängnis gehen. Wie der "Jackass"-Star Steve-O (41), der sich jetzt vor Gericht für eine drastische Protestaktion verantworten muss: Der Schauspieler kletterte vor rund zwei Wochen auf einen Kran in Hollywood, um gegen die Tierhaltung im Mega-Aquarium "SeaWorld" zu protestieren. Wie das Portal "TMZ" berichtet, stehen fünf Anklagepunkte im Raum, die ihm zusammen bis zu viereinhalb Jahre hinter Gittern bescheren könnten. Damit stünde der 41-Jährige in der prominenten Tradition von widerspenstigen Demonstranten wie George Clooney, Daryl Hannah und Susan Sarandon. Für welche Überzeugungen diese Stars in den Knast mussten, zeigt ein Blick in das Strafregister.

- Anzeige -

Clooney & Co.: Knast nach Demo

 

George Clooney: Im Kampf gegen humanitäre Katastrophen

 

Was Leonardo DiCaprio (40, "The Wolf of Wall Street") für die Umwelt tut, das investiert George Clooney (54, "Monuments Men") an Zeit und Geld in Menschenrechte: Der Hollywood-Star ist UN-Botschafter des Friedens und setzt sich mit persönlichen Hilfsaktionen in der Krisenregion Darfur ein. Für die gerechte Sache scheut der erklärte Kriegsgegner auch den Konflikt mit dem Gesetz nicht, wie 2012 seine Verhaftung bei einer Demo vor der sudanesischen Botschaft in Washington D.C. zeigte: Clooney und sein damals 78-jähriger Vater hatten trotz mehrfacher Verbots-Hinweise das Botschaftsgelände nicht verlassen und wurden schließlich in Polizeigewahrsam genommen - zwar nur für wenige Stunden, aber das enorme Medienecho auf die Verhaftung des Oscar-Preisträgers bescherte seinem Anliegen die nötige Aufmerksamkeit.

 

Daryl Hannah: Für die Umwelt hinter Gitter

 

Daryl Hannah (54), die mörderische, einäugige Teufelin aus Quentin Tarantinos Kult-Streifen "Kill Bill", ist im echten Leben kein Fiesling. Die Hollywood-Schauspielerin setzt sich seit Jahren aktiv für Tierschutz und gegen Atomstrom ein. Und zwar so ernsthaft, dass sie mehrfach verhaftet wurde: Einmal im Kampf um den Erhalt eines Genossenschafts-Bauernhofs, dann beim Protest gegen die Absprengung einer Bergkuppe zum Kohleabbau und auch bei einer Demo gegen den Bau einer Öl-Pipeline. Außerdem hat sie zusammen mit der US-Folk-Sängerin Joan Baez (74) als Baumbesetzerin für Schlagzeilen gesorgt und war an Bord eines Schiffs der Sea Shepherd Conservation Society, die versucht die Walfangaktivitäten Japans in der Antarktis zu verhindern.

 

Susan Sarandon: Gegen Rassismus auf die Straße

 

Eine wichtige Nummer auf der Promi-Protest-Liste belegt auch die Charakter-Darstellerin Susan Sarandon (68, "Tammy"): Sie tummelt sich überall, wo der Frieden und die Bürgerrechte verteidigt werden. Dreimal wurde sie dafür eingebuchtet, zuletzt 1999: Damals protestierte sie gegen "rassistische Fahndungsmethoden" der New Yorker Polizei. Anlass war die Erschießung eines westafrikanischen Straßenhändlers durch eine Spezialeinheit. Aber nicht nur Rassismus, auch Homophobie sind der Oscar-Preisträgerin ein rotes Tuch. Und dass sie bei den Occupy-Demonstrationen an der Wall Street 2011 mit auf die Straße gegangen ist, war Ehrensache für die gebürtige New Yorkerin.

 

Martin Sheen: Der meistverhaftete Promi Hollywoods

 

Der US-Schauspieler Martin Sheen (75) ist vielen nur als Hauptdarsteller des Kult-Films "Apocalypse Now" bekannt, in dem er neben Marlon Brando glänzt. Aber dass er über 60 Mal für seine politischen Überzeugungen ins Kittchen wanderte, ist weniger bekannt. Die meisten seiner Verhaftungen passierten in den Achtzigern, als er gegen Ronald Reagans Aufrüstungspläne protestierte. Auch gegen den Irakkrieg der US-Regierung unter George W. Bush protestierte er 2003 so kämpferisch, dass die Handschellen klickten. Das ist vor allem deshalb interessant, weil er zur gleichen Zeit den fiktiven US-Präsidenten in der beliebten und preisgekrönten Serie "The West Wing" mimte.

spot on news

— ANZEIGE —