Usher räumt mit Duett-Gerüchten auf

Usher räumt mit Duett-Gerüchten auf

"Ich bin kein King of R'n'B"

Sänger, Songwriter, Schauspieler, Produzent und Designer: R&B-Superstar Usher hat inzwischen viele Gesichter. Wer hätte das in den frühen 90ern gedacht, als der damals 13-jährige Teenager aus Texas beschloss, in der US-Talentshow „Star Search“ mitzumachen? Fünf Grammys und mehr als 45 Millionen verkaufte Tonträger später kann man dem inzwischen 31-jährigen Usher zu diesem Entschluss nur beglückwünschen.

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Wir haben ihn persönlich getroffen, waren über die spontane Umarmung bei der Begrüßung angenehm überrascht und haben ihn zu seinem brandneuen Album „Versus“, Talentshows im allgemeinen und seinem Ruf als Womanizer im Besonderen befragt!

Von Nicole Feybert

Usher, Glückwunsch zu Deinem Album „Versus“, das du im Januar ja auch live in Deutschland präsentieren wirst! Was wird uns darauf geboten?

Das Album „Raymond vs. Raymond“ war für mich eine Gelegenheit, die verschiedenen Seiten meiner Persönlichkeit auszudrücken. Man kann selbst im Leben sein eigener größter Unterstützer oder aber der größte Feind sein! Die Balance dazwischen macht uns zu dem, wer wir sind und wie wir mit dem Leben umgehen. Als ich „Raymond vs. Raymond“ aufgenommen habe, gab es einige Songs, die darauf nicht vertreten waren, und die dann auf „Versus“ erschienen sind. Die „Deluxe“ Edition ist eine Zusammenfassung von beidem. Da ist praktisch „alles“ drauf!

Auf deinem Album hast du ein hochkarätiges Line-Up an Gästen, z.B. Jay-Z und Enrique Iglesias. Wie ist es, mit Leuten aus unterschiedlichen Musikbereichen zu arbeiten?

Musik ist eine universelle Sprache, egal aus welchem Genre man kommt. Enrique wollte zum Beispiel, dass ich einen pop-lastigen Song für ihn und sein Album mache. Es ist kein spanischer Song geworden, aber jung und poppig - und zum Schluss wollte ich den Song auch auf meinem Album haben! Also habe ich Enrique gefragt, und das war völlig ok für ihn.

Bei “X-Factor” präsentierst du deine neue Single „DJ Got Us Falling In Love“, wie sehr erinnert dich ein solcher Gastauftritt an deine eigenen ersten Schritte im Musikgeschäft?

Sehr! Auf mich ist man ja auch erstmals in einer Talentshow aufmerksam geworden, also verstehe ich gut, was in den Leuten vorgeht. Als Coach in einer solchen Show kann ich das weitergeben, was ich selbst gelernt habe. Es ist so wie mit einem guten Lehrer oder Trainer: er kann die jungen Leute ein bisschen in die richtige Richtung leiten. Sie selbst haben es immerhin aus eigener Kraft bis zu diesem Punkt geschafft, sie haben also ganz klar Talent!

Was denkst du über die Chancen auf eine große Karriere nach einer Talentshow? Findest du, dass sich das im Laufe der Jahre verändert hat?

Viele Dinge haben sich im Laufe der Zeit verändert. Angefangen beim Plattenvertrieb: Von Kassette zu Vinyl, von Vinyl zur CD, von der CD zur digitalen Aufnahme. Auch wie die Leute der Öffentlichkeit präsentiert werden hat sich verändert. Die Plattformen, über die eine solche Talentshow präsentiert wird, können eine zusätzliche Fanbase schaffen und den Künstler darauf vorbereiten, soweit das möglich ist. Es gab einmal Zeiten, in denen ich diesen Talentshow-Weg, wie man es zum Künstler schaffen soll, nicht so gut fand, weil es so schnell passiert! Aber so läuft es heutzutage. Man muss diese Lektion lernen. Nur weil man es in einer Talentshow schafft, macht dich das aber nicht automatisch zu einem Künstler. Du kannst ein Sänger sein, gut, aber das heißt nicht, dass du auch ein wirklicher Künstler bist. Ich sage also den Talenten „Hört zu: wirklich gut zu sein, heißt nicht nur einen guten Moment zu haben! Es heißt, das ein Leben lang drauf zu haben. Etwas Bleibendes zu schaffen.“

Hast du einen Favoriten bei X-Factor?

Ich will hier keinen hervorheben. Gesanglich sind alle gut. Pino ist zum Beispiel auch ein sehr guter Tänzer und hat viel Energie! Ich wollte ihn ermutigen und habe ihm gesagt, es braucht mehr als nur die Ausführung eines Dance Moves. Der Funke zum Publikum muss überspringen. Es muss deine Energie spüren! Ich bin gespannt, was aus ihm wird.

Jay-Z hat mal gesagt „Usher wird der nächste „King of Pop… “ wie siehst du das?

Es wird immer nur einen 'King of Pop' geben! Ich versuche nicht Michael Jacksons Status einzunehmen. Was ihn zum 'King of Pop' macht ist die Tatsache, dass er es über eine so lange Zeit geschafft hat und die Leute ihm dafür diesen Titel gegeben haben. Er hat es geschafft eine multikulturelle Popkultur einzuführen, die jeden berührt hat. Ich finde den Vergleich zwar toll, es ist ein großes Kompliment, aber ich bin kein 'King of R&B' oder so.

"Noch einmal heiraten? Hoffentlich!"

Usher räumt mit Duett-Gerüchten auf

Jeder kennt noch deinen bewegenden Auftritt bei Michaels Trauerfeier. Wie gut hast du ihn gekannt?

Wir haben uns einige Male getroffen und uns gut verstanden. Er war für mich so etwas wie ein Mentor durch seine Musik, er hat mich inspiriert und motiviert… ich bin der Künstler, der ich heute bin, nur wegen Michael Jackson!

Du hast ein Duett mit Lady Gaga angekündigt. Wie ist es dazu gekommen?

Usher (grinst): In meinen Gedanken. Ich habe auf meinem Twitter-Account darüber gesprochen, und das wars eigentlich. Von da aus zog die Story weite Kreise und es wurde eine Riesengeschichte daraus gemacht.

Also hast du noch gar nicht mit Lady Gaga gesprochen?

Nein! Das Ganze war bloß eine Idee „Oh, das wäre nett, mit X oder Y einen Song aufzunehmen“. Ich wäre gespannt darauf, wie das klingt.

Also sind die Spekulationen um einen Song mit Britney Spears und Amy Winehouse ebenfalls nur Gerüchte?

Ja, alles nur Gerüchte, da ist nichts dran!

Du sagst, du hast das über Twitter gepostet, bist du ein Fan von Twitter & Co.?

Ja, schon irgendwie. Ich versuche, mit meinen Fans in Verbindung zu bleiben, ihnen so einen Einblick in mein Leben zu geben und wie meine Arbeit aussieht.

Usher, du hast weltweit einen ziemlichen Ruf als Womanizer. Wie ist das für Dich?

Naja, ich bin Single! Die meisten Leute interpretieren vieles, was sie in der Vergangenheit gesehen und gelesen haben. Weißt du, ich sehe mich selbst eher nicht als Womanizer – aber ob ich Frauen mag: Ja! Nach dem Verheiratetsein ging es für mich wieder zum Single-Leben. Zur Zeit gibt es zwar keine Frau, die ich regelmäßig date. Aber ich date!

Wie ist dein Verhältnis zu deiner Ex-Frau heute?

Wir erziehen als Eltern unsere Kinder gemeinsam, in einer freundschaftlichen Beziehung. Das ganz große Drama ist ein Produkt der Medien, das, was die Leute gerne hören würden - aber wir haben beschlossen, darüber im Nachhinein nicht zu sprechen.

Kannst du dir denn vorstellen, wieder zu heiraten?

Aber ja. Hoffentlich!

Vielen Dank für das Interview!

(Bilder: Nina G. Gilhooley / RTLi)

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