Uschi-Obermaier: Hippie-Schönheit und Sex-Symbol

Beauty-Ikone Uschi Obermaier
Das Leben von Uschi Obermaier © picture alliance / Sven Simon, Malte Ossowski/SVEN SIMON

Uschi Obermaier: Das Hippie-Fotomodell

Als Uschi am 24. September 1946 in München zur Welt kam, lag die Stadt noch in Trümmern. Uschis Familie – der Vater war Dekorateur, die Mutter Hausfrau – lebte im Stadtteil Sendling in einer kleinen Wohnung, zu der sogar ein Garten gehörte. Es war ein hartes, aber beschauliches Leben. Die Stadt wurde wieder aufgebaut, der Wohlstand kam nach München, aber die Jugend wurde unruhig.

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Die bürgerlichen Regeln der Eltern empfanden viele als einengend und vor allem als spießig. Uschi war keine Ausnahme. Sie begann zwar eine Lehre in einem Foto-Studio, aber sie brach diese ab. Schwabing erwachte in den 60ern nach jahrzehntelanger Pause zu einer neuen Glanzepoche und Uschi war dabei. Sie zog durch die Clubs, ließ sich fotografieren und das gerne auch nackt. Uschis Mutter war entsetzt. Jahrzehnte später warf sich Uschi Obermaier in ihrer Biografie selbst vor, sehr ungerecht der Mutter gegenüber gewesen zu sein.

Uschi gehörte zur Generation der Demonstranten. Man marschierte gegen den Vietnam-Krieg, gegen Springer, gegen die Notstandsgesetze und gegen das Spießertum. Man rauchte Hasch, ließ die Haare wachsen und die Hüllen fallen. Was Uschi Obermaier allerdings von fast allen anderen Hippies unterschied: Sie strahlte eine fast unwirkliche Schönheit aus. Uschi wurde zum Shooting-Star der Flower-Power-Bewegung. Da wurde München bald zu eng.

Die Schönheit aus Sendling eroberte erst die ‘Rolling Stones’, dann die ganze Welt. Jahrelang zog sie als Edel-Hippie um die halbe Welt, bis sie schließlich in Los Angeles sesshaft wurde. Dort bildete sie sich zur Schmuckdesignerin aus. Heute ist sie eine ältere Dame, aber an Ruhestand denkt sie noch nicht. Uschi Obermaier, die im Alter von 67 zugab, immer noch Haschisch zu rauchen, arbeitet weiterhin als Schmuck-Designerin.

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