Ursula Andress: Verführerisches Bond-Girl a.D.

Ursula Andress: Verführerisches Bond-Girl a.D.
Verführerischer Männertraum aus der Schweiz: Ursula Andress © imagecollect.com/Globe-Photos

Ursula Andress ist quasi der Prototyp des Bond-Girls, denn sie war die erste, die als verführerische Schönheit neben dem lässigen Superagenten gegen das Böse kämpfte. Ihr Auftauchen als Muschelsammlerin im weißen Bikini mit einem Messer am Gürtel aus den Fluten des karibischen Meeres gehört zu den viel zitierten und parodierten Momenten der Filmgeschichte. Und auch ihre eigene Geschichte nahm mit "James Bond jagt Dr. No" (1962) an Fahrt auf, denn damit war die Schweizerin, die heute 80 wird, auf einen Schlag berühmt.

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Zum 80. Geburtstag

Für ihre Darstellung der Honey Ryder, die zusammen mit James Bond Dr. No bekämpft, wurde Andress 1964 mit dem Golden Globe ausgezeichnet. Noch Jahre und viele Bond-Girls später wurde sie immer wieder zum "Besten Bond-Girl aller Zeiten" gewählt. Hauptdarsteller Sean Connery (85) gelang mit dem Film übrigens ebenfalls der internationale Durchbruch. Nachdem er den königlichen Geheimagenten sechsmal verkörpert hatte, wurde Connery 1972 mit dem Golden Globe als weltweit populärster Schauspieler geehrt. Und auch Ursula Andress stand noch einmal als Bond-Girl vor der Kamera: 1967 in der Bond-Parodie "Casino Royale".


Andress' Figur faszinierte Filmemacher und Publikum so sehr, dass sie in späteren Filmen ebenfalls viel Haut zeigte. Diesen knappen Kostümen verdankt sie den Spitznamen "Ursula Undressed". Unvergessen aber auch: ihre Rolle der Xellesia in der 1990er-Märchenfilm-Reihe "Prinzessin Fantaghirò".


Ungewöhnliche Kindheit

So gut man den Körper der jungen Frau dank ihrer Filme auch kannte, so ungewöhnlich unklar sind viele Details aus der Kindheit. So soll die am 19. März 1936 in Ostermundigen bei Bern in der Schweiz geborene Schönheit mit ihren vier bis sechs Geschwistern beim Großvater aufgewachsen sein und in der Gärtnerei der Familie gearbeitet haben. Es muss hart gewesen sein und die Schule war wohl auch nicht so das ihre, denn mit 16 verließ sie die Mädchenschule in Bern und ging nach Paris und Rom, um sich der Kunst zu widmen: Sie studierte Tanz, Zeichnen, Bildhauerei und modelte für Maler und Fotografen.


Männertraum und Traummänner

Ihren Start als Schauspielerin verdankt sie angeblich Marlon Brando (1924-2004). Der Hollywood-Star soll sie 1955 der Produktionsfirma Paramount vorgestellt haben. Erste Hollywood-Filmangebote blieben aber aus, schuld war ihr Schweizer Akzent. Beim "007"-Streifen störte der offenbar immer noch, denn sie wurde synchronisiert. Doch noch vor James Bond spielte ein anderer James eine wichtige Rolle in ihrem Leben: So soll sie eng befreundet gewesen sein mit dem Shootingstar seiner Zeit, James Dean (1931-1955). Ihre Beziehung sei kurz vor dessen Unfalltod am 30. September 1955 zerbrochen, heißt es.


1957 heiratete Ursula Andress den Filmemacher John Derek (1926-1998). 1966 folgte die Scheidung. John Derek blieb seinem Frauentyp treu, 1968 heiratete er "Denver Clan"-Star Linda Evans (73), 1974 Bo Derek (59). Und auch Andress war weiterhin viel umschwärmt: Nach ihrer Trennung von Derek war sie acht Jahre lang mit dem französischen Schauspieler Jean-Paul Belmondo (82) liiert. Die beiden standen auch zusammen vor der Kamera: "Die tollen Abenteuer des Monsieur L." kam 1965 in die Kinos. Im selben Jahr war die berühmte Badenixe in der Juni-Ausgabe des Magazins "Playboy" zu sehen. Damit manifestierte sich ihr Ruf als Sex-Symbol weiter...


1981 feierte sie mit dem britisch-amerikanischen Fantasyfilm "Kampf der Titanen" einen ihrer letzten großen Kinoerfolge. Auch privat spielte der eine Rolle, denn mit ihrem Co-Star aus dem Film, Harry Hamlin (64), bekam die damals 44-Jährige ihren Sohn Dimitri Alexander Hamlin (35). Die beiden trennten sich zwei Jahre später. Seit 1983 ist sie mit Lorenzo Rispoli zusammen.


Zur Feier wieder à la James Bond?

Ihren 70. Geburtstag feierte Ursula Andress, die heute auf ihrem italienischen Anwesen lebt, an Bord der Königlichen Yacht Britannia in Edinburgh. Standesgemäß wurde die Schauspielerin damals im Aston Martin DB5 zum Schiff gebracht. Mit jenem Auto also, mit dem Sean Connery in den James-Bond-Streifen "Goldfinger" (1964) und "Thunderball" (1965) Filmgeschichte schrieb... Was sie sich wohl zum 80. Geburtstag einfallen lässt?



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