Ulrike Folkerts: Bitte neue Geschichten

Ulrike Folkerts
Ulrike Folkerts © Cover Media

Ulrike Folkerts (53) feiert im Herbst 25. Jahre 'Tatort' und geht als Kommissarin in der Jubiläums-Folge an ihre Grenzen.

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Ich will interessante Figuren

Das ist genau das, was sich die in Kassel geborene Darstellerin ('Spieltrieb') für ihre Rolle Lena Odenthal gewünscht hat, da die Ermittler ihrer Meinung nach mit der Zeit etwas "austauschbar" geworden seien. "Ich habe mir gewünscht, dass Lena Odenthal sich verändert. Mir wurde ein bisschen langweilig, ich hatte das Gefühl, dass Kommissare austauschbar werden, die Figuren sich nicht weiterentwickeln. Darum gerät Lena im Jubiläums-Tatort komplett an ihre Grenzen", freute sich die Fernseh-Schönheit, die 2002 für ihre Rolle mit dem Publikums-Bambi ausgezeichnet wurde, im Interview mit dem 'Berliner Kurier'. Natürlich wollen die Krimi-Macher ihre Ludwigshafener Ermittlerin nicht verlieren. Ulrike erklärte weiter dazu: "Das war das Geschenk der Produktion an mich. Für die nächsten 25 Jahre wünsche ich mir, dass etwas Neues für die Figur entwickelt wird." Ein Ende ist aber ohnehin noch lange nicht in Sicht: "Ich bin mit dem 'Tatort' nun schon so lange verbandelt. Aktuell erlebt er wieder einen Boom. Ich werde einen Teufel tun, da nicht mitzumischen." Privat sei sie zwar kein "Sklave des Sonntagabends", schaue aber ab und zu den 'Tatort', um die Drehbücher und Regisseure der Kollegen zu begutachten.

In ihrer Rolle als resolute Kommissarin habe sie zu Anfang eine neue Richtung eingeschlagen und einen Frauentyp verkörpert, der damals im Fernsehen nicht allzu oft vertreten war, wie die Fernseh-Grazie im Interview mit 'Vital.de' erklärte: "Mit Lena Odenthal ist damals ein neuer Typus aufgetaucht, eine burschikose, sportliche Frau, die glaubwürdig war und auch bald ihre Fans gefunden hat. Meine Vorgängerinnen in solchen Rollen hatten da deutlich mehr zu kämpfen - Nicole Heesters und Karin Anselm wurden einige Jahre zuvor noch richtiggehend angefeindet, es war einfach utopisch, dass eine Frau im Fernsehen Morde aufklärt! Das war mir zu Beginn meiner 'Tatort-Laufbahn' gar nicht so bewusst, ich bin da eher unbekümmert herangegangen - zum Glück." Ulrike Folkerts wirkt zwar ebenfalls taff und selbstbewusst, habe mit ihrer Serienfigur aber weniger gemeinsam, als die Zuschauer womöglich vermuten. "Zwar hatte auch ich schon immer ein ausgeprägtes Gerechtigkeitsempfinden, aber es wäre mir niemals eingefallen, zur Kripo zu gehen. Vor allem ist Lena eine extrem ehrgeizige Person, sie ordnet alles ihrer Arbeit unter, und wird dabei zur einsamen Wölfin. Da bin ich ganz anders, ich brauche Menschen um mich herum, Leben und Gesellschaft."

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