Ulrich Tukur: Opfer der Postproduktion

Ulrich Tukur: Opfer der Postproduktion
Ulrich Tukur © Cover Media

Ulrich Tukur (58) zieht die Bühne als "archaische Form des Augenblicks" der Kamera vor.

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Bühne oder Kamera?

Der Filmstar ('Das Leben der Anderen') gilt in Deutschland als einer der renommiertesten Schauspieler seiner Generation. Aber nicht nur vor der Kamera oder auf der Theaterbühne ist Ulrich Tukur erfolgreich: Unter dem Bandnamen Ulrich Tukur und die Rhythmus Boys machte sich das Multitalent auch als Jazz- und Swing-Musiker einen Namen. Im 'tz'-Interview sprach der gebürtige Hesse nun über den Unterschied zwischen Bühne, Konzert und Kamera: "Bühne und Konzert sind identisch. Das ist die archaische Form des Augenblicks. Wenn’s vorbei ist, ist’s vorbei. Aber es ist dein Abend. Die Kamera hingegen ist nur ein Schritt auf dem Weg zum Ergebnis. Du spielst, dann kommt die Postproduktion, der Schnitt", erklärte er und fügte hinzu, dass bei der Postproduktion leider immer auch etwas schiefgehen kann. "Da bist du komplettes Opfer. Es kommt fast nie das raus, was sie sich vorgenommen haben. Manche Sachen sind erst toll und werden durch die Postproduktion zerstört."

Dass ist sicherlich auch ein Grund dafür, dass Tukur sich für die Zukunft vorgenommen hat, wieder öfter auf der Bühne zu stehen. Im Zuge des 20-jährigen Jubiläums von Ulrich Tukur und die Rhythmus Boys wird das nun auch Wirklichkeit: Mit der neuen Platte 'Let's Misbehave' ist Tukur derzeit auf Tournee und wird deutschlandweit die Bühnen rocken.

Außerdem plant er für die nächsten Jahre verstärkt, sich wieder dem Theater zu widmen, erklärte Ulrich Tukur auf 'lz.de'. "Ich habe nun an die 90 Filme gedreht. Meine Töchter sind aus dem Haus, ich muss nicht mehr für regelmäßige Einkünfte sorgen – da kann man doch wieder Theater spielen! Es macht einfach mehr Spaß als Filme drehen."

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