Ulrich Tukur deutete 'Tatort'-Ende an

Ulrich Tukur
Ulrich Tukur © Cover Media

Ulrich Tukur (57) befürchtet, dass mit seiner 'Tatort'-Rolle bald Schluss sein könnte.

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Aus für den Kult-Kommissar?

Der Schauspieler ('Exit Marrakech') feierte sein Debüt als Ermittler Felix Murot im November 2010 und wurde schnell zum Kritiker- und Publikumsliebling. Erst in diesem Jahr wurde er für die ungewöhnliche Episode 'Im Schmerz geboren' mit einer Goldenen Kamera ausgezeichnet, Ende März folgt außerdem der renommierte Grimme-Preis. Doch für den Kommissar in Wiesbaden könnte ein Abschied kurz bevorstehen, wie Ulrich im Interview mit der 'Hörzu' andeutete.

"Mit Murot wollte ich eine zeitlose, gefährdete und schillernde Figur schaffen, die etwas von der Traurigkeit des Lebens erzählt. Die nächste Murot-Episode 'Wer bin ich?' kommt am 27. Dezember ins Fernsehen - und es fällt schwer, mir vorzustellen, wie es danach weitergehen soll", so Ulrich überraschend.

Mit der neuen Folge würde das Team "ein Experiment" wagen, "das es so im Fernsehen meines Wissens noch nicht gegeben hat", kündigte er an. "Figur und Schauspieler trennen sich und die Episode wird mithin ein Lehrstück über Wirklichkeit. Was ist Spiel, was ist wirklich? Und ist das Wirkliche dann auch wirklich wirklich? Die Figur Hauptkommissar Murot hat keine Lust mehr auf die Virtualität und immer nur dann zu existieren, wenn die Kamera läuft. Er spaltet sich ab vom Schauspieler Tukur, beginnt ein Eigenleben und schickt mich, seinen Möglichmacher, am Ende selbst ins virtuelle Aus. Das klingt jetzt sehr kompliziert, ist aber in der Ausführung unglaublich spannend und saukomisch. Vermutlich ist das tatsächlich meine letzte 'Tatort'-Episode, es sei denn, der Fernseh-Kommissar würde seinen Schauspieler spielen. Aber wie soll das gehen?"

Geplant hatte er eine Rolle im 'Tatort' eigentlich eh nie. "Ich finde es eigentlich nicht interessant, 'Tatort'-Kommissar zu sein", sagte er schon 2011 in einem Gespräch mit 'Focus Online'. "Wenn man andere Optionen hat, sollte man das eher nicht tun. Denn man wird sehr sichtbar in der Rolle und sobald man zwei Folgen pro Jahr dreht, könnte man Schwierigkeiten bekommen, für völlig andersartige Film- oder Fernsehrollen angefragt zu werden. Man hängt sein Gesicht einfach zu intensiv in die Zuschauerlandschaft hinein." So habe Ulrich Tukur es auch nicht als "Ritterschlag" empfunden, Kommissar im 'Tatort' zu werden.

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