Ulrich Noethen: Hach, der Karamellpudding

Ulrich Noethen (54) genießt es, dass es zwischen Eltern und Kindern heute ein Miteinander gibt - anders als früher.

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Der war so lecker

Der Schauspieler ('Der Untergang') glaubt, dass sich zwischen damals und heute nur die Technik, nicht aber das Verhalten verändert habe. "Die Kinder gehen zur Schule, haben ihre Freunde und Aktivitäten. Das unterscheidet sich durch nichts davon, wie ich selbst aufgewachsen bin. Die Spielzeuge sind heute andere. Aber Kinder sind Kinder. Ich werde nicht in den Chor einstimmen, dass früher alles besser war. Das stimmt einfach nicht", so der in München geborene Familienvater im Interview mit 'Für Sie'.

Noethen ist mit der Schriftstellerin Alina Bronsky liiert, gemeinsam erziehen sie fünf Kinder. Sie brachte drei Kinder in die Beziehung mit, der Leinwandstar eine Tochter. Vor Kurzem bekamen sie ihren ersten gemeinsamen Nachwuchs.

An dem heutigen Erziehungsmodell beobachte er durchaus Positives: "Das ist tatsächlich etwas, was ich heute besser finde als früher: dass es mehr Miteinander gibt und nicht einer der Bestimmer ist." Auf der Nase rumtanzen lassen sich die Erziehungsberichtigten aber nicht: "Bevor es zu endlosen Diskussionen um Überraschungseier oder das Fernsehprogramm kommt, entscheiden wir Erwachsenen." Damals war also nicht alles besser, oder doch? "Ich denke gern an den Karamellpudding meiner Mutter. Den Geschmack vermisse ich. Denn leider weiß ich nicht, wie sie den gemacht hat", seufzte der Kinostar.

Schon mit 'Planet Interview' plauderte er über die Kindheit und war sich im Gespräch sicher, den Grund dafür zu kennen, wieso manche Menschen dem Klischee von damals und heute verfallen. "Es hat wohl zu allen Zeiten Leute gegeben, die gesagt haben, in meiner Kindheit war das alles doch sehr viel schöner, behüteter. Rückblickend wird man da wahrscheinlich immer zu dem Schluss kommen, weil man dann sehr viele Dingen klarer sieht und auch die schmutzigen Seiten des Lebens besser kennengelernt hat. Aber deswegen die Zeit der eigenen Kindheit mit einer Zeit gleichzusetzen, in der alles besser war, ist natürlich völliger Unfug", betonte Ulrich Nieten.

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