Udo Wachtlveitl, ein Münchener mit Bodenhaftung

Der Schauspieler Udo Wachtveitl
Der deutsche Schauspieler und Philosoph Udo Wachtveitl © picture alliance / Geisler-Fotop, Petra Schönberger/Geisler-Fotopr

Die Karriere des Schauspielers Udo Wachtveitl

Udo Wachtveitl, geboren am 21. Oktober 1958 in München-Pasing, gehört seit 1991 als Hauptkommissar Franz Leitmayr zum Erfolgsteam des ‚Tatorts‘ der ‚ARD‘. Gemeinsam mit Miroslav Nemec, der den Hauptkommissar Ivo Batic darstellt, dreht der Schauspieler seit 24 Jahren für den ‚Bayrischen Rundfunk‘ in München.

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Neben seinen Tätigkeiten als Schauspieler, Regisseur und Drehbuchautor wurde Udo Wachtveitl zunächst als Synchronsprecher bekannt. Bereits als Kind synchronisierte er in den 1960er Jahren Serienrollen in ‚Meister Eder und sein Pumuckel‘ oder in ‚Tommy und seine Freunde‘. In den 70er Jahren folgten Sprechrollen in Kinderfilmen, dazu gehörte zum Beispiel der Charakter ‚Emil‘ aus ‚Pan Tau‘. Udo Wachtlveitl ist seiner ersten Profession bis heute treu geblieben. Auch aktuell leiht er vielen Dokumentationen und internationalen Filmstars seine Stimme. Ob Pierce Brosnan, Kiefer Sutherland oder ‚Pater Karras‘ in ‚Der Exorzist‘, die Meeresschildkröte ‚Crush‘ in ‚Findet Nemo‘ oder die erste Stimme als ‚Gusto Gummi‘ in ‚Disneys Gummibärenbande‘, das Synchronisieren gehört zu seinen Leidenschaften.

1979 spielte er erstmals unter der Regie von Dieter Wedel in ‚Der Mann, der kein Auto mochte‘. Seinen Durchbruch vor der Kamera hatte er im Jahr 1981 unter der Regie von Rainer Wolffhardt. Für den ‚Bayrischen Rundfunk‘ übernahm er eine Rolle im TV-Zweiteiler ‚Die Rumplhanni‘. Die Bierbrauer-Familiensaga ‚Die Wiesingers‘ verhalf ihm 1984 zur endgültigen Bekanntheit im deutschen Fernsehen. 1987 spielte er in der ‚BR‘-Serie ‚Zur Freiheit‘. Seitdem war er in zahlreichen TV-Produktionen zu sehen. Seinen ersten Kinoauftritt hatte er in Claude Lelouchs französischem Film ‚Der Glückspilz‘ im Jahr 1988.

Beim Film ‚Silberdisteln‘ führte Wachtlveitl selbst Regie. Auch das Drehbuch stammte von ihm. Für seine künstlerischen Leistungen würde er mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt. 1997 erhielt er gemeinsam mit Miroslav Nemec den ‚Goldenen Löwen‘, 2011 den renommierten ‚Grimme-Preis‘, zweimal wurde ihm der ‚Bayrische Filmpreis‘ verliehen. 2012 erhielt er außerdem den ‚Bayerischen Verdienstorden‘. 2014 folgte der ‚Bayerische Poetentaler‘.

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