Udo Kier: Meine Droge ist das Leben

Udo Kier
Udo Kier © Cover Media

Udo Kier (70) spricht in 'Arteholic' über Künstler wie Andy Warhol (†58) und David Hockney (77).

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Und die Kunst

Der deutsche Schauspieler ('Melancholia'), der vor allem für seine Rollen als Bösewicht bekannt wurde, spielte im Laufe seiner Karriere in über 160 Kinofilmen mit und verbuchte auch in Hollywood zahlreiche Erfolge. Momentan rührt er die Werbetrommel für seinen neuen Dokumentarfilm 'Arteholic', der ihn als Kunstliebhaber zeigt. "Das ist kein Film, bei dem es ein Drehbuch gibt, sondern ein Film, bei dem ich gefilmt werde und über Andy Warhol oder über David Hockney rede. Das kann man nicht als Drehbuch schreiben, das waren alles meine persönlichen Erfahrungen", erklärte er in einem Gespräch mit 'planet-interview.de'.

Kier, der heute seinen 70. Geburtstag feiert, ist nicht nur ein großer Kunst-Fan und -Sammler, sondern macht selbst auch ab und an Kunst. So teilt der Filmstar sein Leben zwischen Hollywood, der Kunst und seiner Ranch auf: "Meine Droge ist das Leben. Das, was ich mir selbst gestalte. Ich gehe selbst in den Baumarkt und baue auch selbst. Ich habe eine Bücherei mit vielen Architektur- und Kunstbüchern. Und dann noch eine Scheune mit viel Land und eine Ranch in Morongo. Da pflanze ich Bäume, beobachte die Vögel und die anderen Tiere und ich habe ein lebensgroßes Plastikpferd, das heißt Max von Sydow", berichtete er weiter. Kühe besitze er allerdings nicht, auf der Ranch sei er ein "Cowboy ohne Tiere".

Seit vielen Jahren lebt der Rheinländer nun schon an der amerikanischen Westküste, eine Rückkehr in die Heimat kommt für Kier nicht mehr infrage: "Ich fühle mich schon in Kalifornien zu Hause, wo meine Sachen sind. Da sind meine Möbel, da sind meine Bilder, meine Kleidung, alles ist in Amerika. Ich will auch in Amerika sterben. Geboren in Köln, gestorben in Köln finde ich langweilig", sagte er.

Seine Heimatgefühle könne und wolle er aber nicht verheimlich und so habe er manchmal ein wenig Sehnsucht nach seiner Kölner Heimat, gestand der Star unlängst im Gespräch mit 'Zeitonline': "Ich bin da groß geworden, diese Herzlichkeit, diese Grobheit: 'Hör mir up jetzt damit. Bumm. Ende, aus!' Und Köln war ja erst mal der Kölner Dom. Den Prunk und Glamour fand ich super."

Ab dem 16. Oktober ist Udo Kier in 'Arteholic' im Kino zu sehen, wo der Schauspieler die legendären Museen der Moderne besucht und sich mit vielen alten Freunden und Weggefährten auf eine Reise durch die Welt der Kunst begibt.

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