Udo Jürgens: Sein Chauffeur Billy Todzo versuchte ihm das Leben zu retten

Udo Jürgens: Sein Chauffeur Billy Todzo versuchte ihm das Leben zu retten
Udo Jürgens und Pepe Lienhard gemeinsam auf der Bühne © dpa, Steffen Schmidt

Udo Jürgens: Musikerkollege Pepe Lienhard war an seinem Sterbebett

Während eines Spaziergangs an einem Schweizer See brach Udo Jürgens zusammen. Wie jetzt bekannt wurde, war sein Chauffeur zu diesem Zeitpunkt bei ihm. Die schweizerische Zeitung 'Blick' schreibt, dass Billy Todzo auch den Notarzt gerufen und den Schlagerstar ins Krankenhaus begleitet haben soll.

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Als Udo Jürgens kollabierte, soll es auch Todzo gewesen sein, der schnell einen Defibrillator zur Hand hatte. Die medizinischen Geräte sind in der Schweiz öffentlich zugänglich und an vielen Orten verfügbar. An dem See, wo Jürgens zusammenbrach, hing es nur wenige hundert Meter entfernt an einem Gemeindehaus. Doch obwohl Todzo schnelle Hilfe leistete, konnte das Leben des Schlagersängers nicht gerettet werden. Er verstarb an akutem Herzversagen am Nachmittag des 21. Dezember.

Sein Chauffeur Todzo arbeitete nicht nur seit Jahren für Jürgens – die beiden Männer verband auch seit Jahrzehnten eine enge Freundschaft. Auf allen Tourneen von Jürgens war der 63-jährige gebürtige Ghanese dabei. Er ging in der Villa des Entertainers ein und aus, genoss sein Vertrauen. Für einige Zeit wohnte er sogar bei Jürgens mit im Haus, schreibt 'Blick'.

Auch Pepe Lienhard, Musiker-Kollege und ein enger Vertrauter des Sängers, hat sich jetzt zu Wort gemeldet. Er absolvierte mit Udo Jürgens seine letzte Tournee und war dabei, als sein Freund für tot erklärt wurde. An seinem Sterbebett konnte er noch Abschied nehmen. "Udo lag auf dem Rücken ganz friedlich da, die Arme über die Brust gefaltet. Es sah aus, als würde er schlafen", erzählt Lienhard im 'Bild'-Interview. "Ich dachte, er würde jeden Moment die Augen aufschlagen, aber das tat er natürlich nicht. Ich konnte einfach nicht begreifen, dass er tot war."

Am Abend zuvor seien die beiden noch gemeinsam mit ihren Frauen essen gewesen. "Udo war sehr emotional und bedankte sich bei mir, dass ich ihn mit meiner Band auf seiner letzten Tournee begleitet habe", erinnert er sich im 'Bild'-Interview. "Wir sprachen auch schon über die Tour-Fortsetzung im Februar, hatten ein paar tolle Ideen. Er war so voller Tatendrang."

Udo Jürgens' Bruder äußert sich zum Tod: "Er fühlte sich erschöpft"

Udo Jürgens: Sein Chauffeur Billy Todzo versuchte ihm das Leben zu retten
Udo Jürgens Bruder Manfred Bockelmann äußert sich erstmals zum Tod des Schlagerstars. © imago/Action Pictures, imago stock&people

Unterdessen hat sich Jürgens' Bruder Manfred Bockelmann in einem Interview zu Wort gemeldet. Der 'Kleinen Zeitung' erklärt der 71-Jährige: "Bis heute konnten wir alle uns nicht vorstellen, dass es Udo nicht mehr gibt. Er stand überall so mittendrin. Mir fehlt jetzt der Bruder, der immer da war." Bockelmann wollte das Weihnachtsfest mit Udo Jürgens verbringen, lud seinen Bruder noch am Tag vor dessen Tod ein, zu ihm nach Kärnten zu kommen. Doch der Schlagerstar wollte Erholung in Portugal suchen: "Udo fühlte sich erschöpft."

Er habe aber keine Anzeichen dafür gesehen, dass es dem 80-jährigen Musiker gesundheitlich schlechter ginge, so Bockelmann weiter: "Udo ist mit seiner Gesundheit sehr gewissenhaft umgegangen, auch mit regelmäßigen Arztbesuchen. Ich habe ihn in dem Gespräch am Samstag getröstet, er werde sich in der Tourneepause wieder erholen. Aber es war wohl ernster."

Bilderquelle: Imago / Facebook

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