Trauriges Spiel: Wenn Kinderstars am Ruhm zerbrechen

Trauriges Spiel: Wenn Kinderstars am Ruhm zerbrechen
Jake Lloyd, der den kindlichen Anakin Skywalker spielte, ist inzwischen 26 © Facebook/Jake Lloyd

Seit Jahren hat man nichts von Ex-Kinderstar Jake Lloyd (26) gehört - bis er nun im Gefängnis landete. Immer wieder sorgen Schicksale ehemaliger Kinderstars für Entsetzen.

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River Phoenix und Co.

 

Jake Lloyd

 

Jake Lloyd (26) steht schon im Alter von acht Jahren im Mittelpunkt eines der größten Film-Events der 2000er. Er spielt den jungen Anakin Skywalker, der später zu Darth Vader werden sollte, in "Star Wars: Episode I - Die dunkle Bedrohung". Doch fällt der Film bei den Fans komplett durch - und Lloyds Karriere ist Geschichte. Vor wenigen Jahren erklärte er "The Telegraph", weshalb er der Schauspielerei den Rücken gekehrt hat:

"Meine Schulzeit war wirklich die Hölle auf Erden - und ich musste 60 Interviews am Tag geben." Wegen seiner Rolle sei er von anderen Kindern gehänselt worden. Nun macht Lloyd auf unschöne Weise wieder von sich reden: Nach einer wilden Verfolgungsjagd mit der Polizei sitzt er in Haft und muss sich unter anderem wegen Fahrens ohne Führerschein und Widerstandes gegen die Staatsgewalt verantworten.

 

Jonathan Brandis

 

Der in Kalifornien geborene Jonathan Brandis (1976-2003) startet seine Karriere als Kinderdarsteller in Werbespots. Nach zahlreichen kleineren TV-Rollen in Serien wie "Full House" und "Wer ist hier der Boss?" gelingt Brandis 1990 als Bastian Bux in "Die unendliche Geschichte II - Auf der Suche nach Phantasien" der Durchbruch. Doch die erhoffte große Kinokarriere bleibt aus, es folgten wieder vermehrt Fernsehauftritte.

Einen Karriere-Hochpunkt erlebt der Sunnyboy mit den Wuschelhaaren in der von Steven Spielberg produzierten Sci-Fi-Serie "SeaQuest DSV" (1993-1996). Danach verschwindet Brandis komplett in der Versenkung, ein filmischer Flop folgt dem nächsten. 2003, erst 27-jährig, wird Brandis von einem Freund leblos in seiner Wohnung in Los Angeles gefunden: Er hatte sich umgebracht, nachdem er mehrere Jahre mit Depressionen zu kämpfen hatte.

 

River Phoenix

 

Hollywood-Star River Phoenix (1970-1993) wird als Zwölfjähriger durch die Rolle des Guthrie in der TV-Serie "Seven Brides for Seven Brothers" bekannt. Der Durchbruch folgt 1986 mit dem US-Kassenschlager "Stand By Me - Das Geheimnis eines Sommers" an der Seite von Jerry O'Connell (41, "Veronica Mars") und Kiefer Sutherland (48, "24").

Gelobt wird der ältere Bruder von Joaquin Phoenix (40, "Walk The Line") später vor allem für die Darstellung eines homosexuellen Strichers in Gus Van Sants "My Private Idaho" (1991). Während der Dreharbeiten zum Streifen "Dark Blood" 1993 bricht Phoenix nach einer Überdosis Heroin und Kokain vor dem Nachtclub "Viper" in West Hollywood tot zusammen. Eine Autopsie ergibt, dass er das Achtfache einer tödlichen Dosis eingenommen hatte.

 

Brad Renfro

 

Heute sagt der Name Brad Renfro (1982-2008) den wenigsten noch etwas. Dabei ist der brünette Junge als Zehnjähriger schon dick im Geschäft. An der Seite von Susan Sarandon und Tommy Lee Jones spielt er die Titelrolle in "Der Klient" (1994). Doch irgendwie gelingt ihm der gewünschte Aufstieg in die A-Riege der Hollywood-Darsteller nicht. Er zerbricht an dem Druck. Ab Ende der 1990er Jahre gerät er vermehrt wegen Drogenkonsums und Diebstahls in die Schlagzeilen.

Im Alter von nur 18 Jahren ist Brad Renfro bereits stark drogenabhängig, bei den Dreharbeiten zu "Bully" im Jahr 2000 muss Regisseur Larry Clark deshalb um die Fertigstellung des Films fürchten. Obwohl Renfro 2002 einen Drogenentzug erfolgreich hinter sich bringen kann, wird er kurz darauf rückfällig und stirbt 2008 mit nur 25 Jahren in seinem Apartment an einer Überdosis Heroin.

 

Macaulay Culkin

 

Auch Macaulay Culkin (34) wurde schon mehrfach fälschlicherweise für tot erklärt. Den Schauspieler kennt jeder - sei es aus der Kultkomödie "Kevin allein zu Haus" oder aus der romantischen Tragikomödie "My Girl - Meine erste Liebe". In den 1990er-Jahren kann sich der sympathische Darsteller vor Popularität kaum noch retten, doch mit dem Verschwinden des Babyspecks erlebt auch die Karriere einen deutlichen Knick. Privat geht es ebenfalls bergab:

Im zarten Alter von 14 Jahren muss Culkin den Scheidungskrieg und Sorgerechtsstreit seiner Eltern miterleben, verarbeitet dies in der 2006 erschienenen Autobiografie "Junior". Culkin, der immer ausgemergelter wirkt, ertränkt seinen Kummer im Alkohol und wird 2004 wegen Drogenbesitzes festgenommen. Eine einjährige Bewährungsstrafe, ein Nacktfoto-Skandal und eine Scheidung schließen sich der Desaster-Kette an.

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