Hollywood Blog by Jessica Mazur

Traumjob Victorias Secret-Engel? Nicht wirklich: Kylie Bisutti plaudert aus dem Nähkästchen

Traumjob Victorias Secret-Engel? Nicht wirklich: Kylie Bisutti plaudert aus dem Nähkästchen
Traumjob Victorias Secret-Engel? Nicht wirklich: Kylie Bisutti plaudert aus dem Nähkästchen © (Bilderquelle: Getty Images)

von Jessica Mazur

Hier in den Staaten haben Millionen Mädchen denselben Traum: eines Tages als Victorias Secret Model über den Laufsteg laufen. Die VS Engel sehen göttlich aus, verdienen viel Geld und haben in der Regel die coolsten Boyfriends: Musiker, Schauspieler, Sportler Klingt ja auch wirklich traumhaft. Doch die Realität sieht zumindest in einigen Fällen anders aus. Zum Beispiel bei Kylie Bisutti.

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Kylie gewann 2009 einen Victorias Secret Modelwettbewerb und wurde damit über Nacht berühmt. Der Wettbewerb war in Amerika eine große Nummer. Über 10.000 Mädchen wurden auf ihre Engel-Tauglichkeit überprüft und das Finale wurde im Fernsehen übertragen. Als Gewinnerin wurden Kylie offiziell ihre Flügel verliehen, und sie bekam einen Modelvertrag, der angeblich Millionen wert war.

Umso größer war die Überraschung, als sich Bisutti nur wenige Monate später entschloss, ihre Flügel wieder an den Nagel zu hängen und ihr Arbeitsverhältnis mit Victorias Secret kündigte. Damals hieß es, ihr tiefer Glaube ließe sich nicht mit der Ethik des Wäschelabels vereinbaren. Jetzt bringt Kylie Bisutti ein Buch auf den Markt und gibt weitere Einblicke in ihr Leben als Model.

Das Buch erscheint zwar erst Mitte Mai, sorgt aber schon jetzt für jede Menge Gesprächsstoff in den amerikanischen. Es trägt den Titel I am no Angel - From Victoria's Secret Model to Role Model (Ich bin kein Engel Vom Victorias Secret Model zum Vorbild) und die ersten Auszüge sind bereits veröffentlicht.

So berichtet Kylie via New York Post, dass sie bei Modeljobs ständig mit sexueller Belästigung konfrontiert wurde. Meistens waren es die Fotografen, die ihr an die Wäsche wollten. Trotzdem war es ihr Auftrag als Victorias Secret Engel, stets flirty zu sein, insbesondere männlichen Celebrities gegenüber.

Obwohl sie verheiratet war, so Bisutti, sollte sie sogar auf Drängen des Unterwäschelabels den Avancen eines männlichen Promis nachgeben, der auf einer Party Interesse an ihr zeigte. Der Grund ist klar: Engel mit Promifreund am Arm sind Paparazzi-Magneten und bringen dem Unternehmen jede Menge kostenlose Presse.

Das einzig Positive an ihrem Gig, so Bisutti: Victorias Secret befürwortete ihre Kurven. Zuvor wurde sie bei einer Größe von 1,78 Metern und 52 Kilo von ihren Agenten nämlich so lange als fette Kuh beschimpft, bis sie sich auf magere 49 Kilo runtergehungert hatte. So richtig traumhaft klingt das also alles nicht...

Heute modelt Kylie Bisutti nur noch sporadisch. Außerdem arbeitet sie an einer eigenen Kleiderkollektion, und sie wird viel als Rednerin gebucht, um vor jungen Frauen in ganz Amerika über Themen wie wahre Schönheit und innere Werte zu sprechen.

Tja, Engel sein ist eben nicht jedermanns Sache. Aber Victorias Secret muss sich natürlich trotzdem keine Sorgen um den Nachwuchs machen. Die Zahl der jungen Mädchen, die ihren Traum verwirklichen wollen und sich mit Dessous-Fotos und Videoclips bei dem Unternehmen bewerben, liegt jedes Jahr im fünfstelligen Bereich...

Viele Grüße aus Lalaland sendet Jessica Mazur.

Traumjob Victorias Secret-Engel? Nicht wirklich: Kylie Bisutti plaudert aus dem Nähkästchen
© Bild: Jessica Mazur