Toy liefern den Sound zur Lava-Lampe

Toy
Toy sind weiter im Aufwind. Foto: [PIAS] Cooperative © deutsche presse agentur
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Die junge Britrock-Band Temples füllt mit ihrer Neuauflage der Sixties-Psychedelia auf der Insel bereits größere Hallen, Syd Arthur - benannt nach den Vorbildern Syd Barrett (Pink Floyd) und Arthur Lee (Love)! - die kleineren.

Auf der anderen Seite des Atlantiks sind Beach House oder The War On Drugs für wabernden, leicht drogigen Indie-Rock zuständig. Auch Toy sind nun eine dieser Bands, die sich mit großer Akribie an einer Wiederbelebung des Psych-Retro-Sounds versuchen.

"Clear Shot" (Heavenly/Pias/Rough Trade) zelebriert über gut 50 Minuten eine Klangwelt, die von watteweichen Hall-Gitarren und Orgeln, gelegentlichem Dreampop-Pathos und träge dahinfließenden Chorgesängen geprägt ist. Nach dem selbstbetitelten Toy-Debüt von 2012 und dem Nachfolger "Join The Dots" (2013), dessen Erfolg in einer großen Show im Londoner Shepherd's Bush Empire kulminierte, geht der Aufwärtstrend des Quintetts aus Brighton also weiter.

"Dream Orchestrator" bildet mit Krautrock-Motorik und einem tollen Chorus den Höhepunkt eines Albums, das die Orientierung an der glorreichen britischen Psychedelic-Rock-Vergangenheit nicht leugnet, aber auch nicht übertreibt. Ob Toy damit schon "die beste Alternative-Rock-Band des Landes" sind, wie es der PR-Text zu "Clear Shot" behauptet, sei dennoch dahingestellt.

Konzerte: 5.12. Berlin, 6.12. Köln


Quelle: DPA
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