Ton-Panne und eine grandiose Anke Engelke

Ton-Panne und eine grandiose Anke Engelke
© dpa, Henning Kaiser

Beim ersten Halbfinale lief nicht alles nach Plan

Nein, man sende nicht aus Kasachstan, knurrte der Grand-Prix-Kommentator Peter Urban, als im ersten Halbfinale des Eurovision Songcontests plötzlich der Ton weg war. Die Leitungen aus der Düsseldorfer Arena fielen teilweise aus, so dass die deutschen Kommentatoren zum Telefon greifen mussten. Wie viele andere Länder noch darunter zu leiden hatten, war unklar. ProSieben sprach von einem "internationalen Problem", laut NDR ging es nur um "einige wenige Länder". Auch Lena, die das Geschehen für das schweizerische Fernsehen kommentierte, blieb nichts anderes übrig, als zum Telefon zu greifen.

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Weitere Überraschung: Mehrere Favoriten sind schon draußen, bevor es überhaupt richtig angefangen hat. Rausgeflogen sind unter anderem Norwegen ('Haba Haba'), Armenien ('Boom Boom') und auch die Türkei. Mancher Experte fasst dies als persönliche Beleidigung auf und schimpft jetzt auf die Kulturlosigkeit von Juroren und Zuschauern, die je zur Hälfte entschieden hatten, wer weiterkommt.

Ton-Panne und eine grandiose Anke Engelke
© dpa, Henning Kaiser

Eine Überraschung der ersten Halbfinal-Show war übrigens auch das zurückhaltende Auftreten von Stefan Raab. Seine Zähmung hat wohl etwas mit der englischen Sprache zu tun, in der der 44-Jährige nicht so zu Hause ist. Wenn Raab zuvor behauptet hatte, er werde auf der großen Düsseldorfer Bühne einfach das abziehen, was er jeden Abend bei 'TV Total' mache, so war das reine Prahlerei: Über ein paar auswendig gelernte Kalauer kam er nicht hinaus.

Judith Rakers (35) wirkte souverän, aber auch distanziert - typisch 'Tagesschau' eben. Auftrumpfen konnte dagegen Anke Engelke (45), die locker in drei Sprachen durch den Abend führte und dabei sogar noch einen spontanen Witz hinbekam: "Halbzeit as we say in German, which means Halbzeit." Raab und Rakers können dankbar sein, dass eine derart wortgewandte und witzige Engelke das Moderationstrio durch die Sendung rettete.

Bilderquelle: dpa

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