Tobias Schlegl ändert sein Leben radikal: Vom TV-Moderator zum Notfallsanitäter

Tobias Schlegl: Vom TV-Moderator zum Notfallsanitäter
Tobias Schlegl beendet seine Karriere beim ZDF, um Notfallsanitäter zu werden © Jürgen Detmers/ZDF

Die wenigsten haben den Mut dazu: Moderator Tobias Schlegl (38) traut sich das, was sich viele Berufstätige erträumen. Er ändert sein Leben radikal. "Ich stand 21 Jahre lang vor der Kamera. Das war ein großes Glück und Privileg. Und dennoch hatte ich das Gefühl mein Leben ist bisher wie ein Computerspiel verlaufen: Alle Level sind durchgespielt", so der Mann, der seit 2012 das ZDF-Kulturmagazin "Aspekte" moderiert, im Interview mit dem Magazin "Stern". "Deshalb will ich nun hauptberuflich Notfallsanitäter beim Deutschen Roten Kreuz werden."

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Tobias Schlegl: Unzufrieden vor der Kamera

Im August werde er daher die dreijährige Ausbildung beginnen. Schuld an dem Berufswechsel seien keineswegs Burnout oder ein Konflikt mit dem Sender. "Ich hatte tolle Kollegen und fühlte mich in meiner Arbeit wertgeschätzt. Trotzdem wuchs in mir eine gewisse Unzufriedenheit. Eine Sehnsucht", erklärt Schlegl. "Mir wurde klar, dass es einfach nichts Relevanteres für mich geben kann, als an der Nahtstelle von Leben und Tod zu arbeiten."

Schlegl begann seine TV-Karriere 1995 beim Musiksender Viva, danach wechselte er kurzzeitig zu ProSieben. Von 2007 bis 2011 moderierte er schließlich das politische NDR-Satiremagazin "Extra 3", bevor er 2012 zum ZDF und "Aspekte" wechselte.

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